Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Schlagwort: Kuchen (Seite 2 von 2)

Johannisbeer-Mandel-Schnitten-von-oben-01-Die-kleine-Windmuehle

Beeren-Schnitten vom Blech

süß und saftig

#ich back’s mir: Beeren-Mandel-Schnitten vom Blech

Die Erntezeit für Naschereien aus dem Garten ist die schönste Zeit des Jahres. Gibt es etwas Schöneres, als den Sommer im Garten von Oma und Opa zu verbringen? Was haben wir uns als Kinder die Bäuche vollgehauen mit frischen Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Erbsen und Kirschen. Wie wertvoll und besonders eigenes, frisches Obst und Gemüse ist, stellte ich erst fest, als ich zum Studieren nicht mehr zuhause wohnte und mir der Zugang zu Omas Köstlichkeiten fehlte. Vorher hatte ich wirklich keinen blassen Schimmer davon, was frische Beeren kosten.

Heidelbeer-Kokos-Schnitten - Die kleine Windmuehle

Heidelbeer-Kokos-Schnitten

Bei uns gab es das früher alles in Hülle und Fülle. Es wuchs viel mehr an Sträuchern und Bäumen, als wir frisch genießen konnten. So machten meine Oma und früher auch noch meine Uroma – eine richtige Großfamilie halt – vieles für das ganze Jahr haltbar. Wir Kinder durften uns nützlich machen und beim Ernten und Einmachen helfen. Meine Lieblingsbeschäftigung war witzigerweise Erbsen pulen. Wahrscheinlich lag es nicht unbedingt an der Beschäftigung als solche. Wobei das Naschen schon toll war. Frische Erbsen finde ich wahnsinnig lecker. Viel mehr war es das Zeit verbringen mit meiner Familie und ganz besonders mit meiner Uroma, die damals noch lebte. Während die Hände mit dem Arbeiten beschäftigt waren, konnten wir wunderbar erzählen und klönen.

Mit Marmelade, Saft oder Sirup, im Glas eingekochten Obst oder Gemüse und im Tonkrug fermentierter Weißkohl, wurde schließlich der Vorratskeller gefüllt. Auch wenn der Weg dorthin als Kind etwas aufregend bis gruselig war. Man musste, nachdem man die Keller-Werkstatt meines Opas durchquert hatte, um zig dunkle Ecken, durch den dunklen Kohlen- und den Kartoffelkeller, bis man es ins kühle Lebensmittellager geschafft hatte. Dort stand man, fast wie im Supermarkt, vor gefüllten Regalen mit etlichen Varianten an Leckereien. Ohne sich von der Auswahl an Erbsen, Möhrchen, Senf- und Gewürzgurken oder alle möglichen Obstvarianten oder Marmeladensorten irritieren zu lassen, gab es für mich meist nur ein Ziel: Kirschen. Ich liebe von meiner Oma eingekochte Süßkirschen. Ob rote oder helle Glaskirschen. Es gibt nichts, wirklich gar nichts, besseres an Nachtisch für mich auf dieser Welt. Erst die fruchtigen Kirschen essen und anschließend den süßen Saft der noch im Schälchen übrig ist zu schlabbern. Ein Traum! Jetzt müsste wohl ein Kirschrezept folgen. Das geht leider nicht, weil nichts, absolut gar nichts, an Kirschrezepten mit puren eingemachten Kirschen mithalten kann! Die laufen außer Konkurrenz.

Johannisbeer-Mandel-Schnitten 02 - Die kleine Windmuehle

Johannisbeer-Mandel-Schnitten

Frisches Obst und Gemüse ist ja auch nicht schlecht. Viele Beeren haben gerade Saison – in der Natur und in der Bloggerszene. Claretti von Tastesheriff sammelt diesen Monat Beerenrezepte für #ichbacksmir und dasselbe Thema hat auch das Blogevent von der tollen Ina Is(s)t (Dort gibt es nicht nur eine Fülle an Rezepten, sondern auch sehr schöne Foodfotos). Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um euch noch ein ganz schnelles, frisches, fruchtiges Becherkuchen-Rezept zu zeigen.Banner Beerenstark2kl

Als Maßeinheit dient ein Sahnebecher. Der Kuchen ist relativ schnell gemacht und das Rezept super flexibel. Nehmt die Beeren, die gerade bei euch im Garten wachsen, auf dem Markt angeboten werden oder worauf ihr Lust habt. Heidelbeeren, Stachelbeeren, rote oder schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren. Ihr könnt auch nach Belieben kombinieren. Den maximalen Kombinationsknüller erreicht ihr, wenn ihr zudem noch die Nusssorten mischt. Heraus kamen diesmal bei mir Johannisbeer-Mandel- und Heidelbeer-Kokos-Schnitten. Bei Johannisbeeren würde ich euch, je nach Reife- und Säuregrad, empfehlen, etwas mehr Zucker zu nehmen. Dazu passt super gut Sahne oder Eis.

Heidelbeer-Kokos-Schnitten 02 - Die kleine Windmuehle

Heidelbeer-Kokos-Schnitten

Um ein Blech Beeren-Nuss-Schnitten zu backen, braucht ihr Folgendes:

Für den Teig:

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Becher Mehl
  • 1 Becher gemahlene Mandeln
  • 1 Päckchen Backpulver

Für den Beerenbelag:

  • 150-200 g Beeren deiner Wahl
  • 125 g Butter
  • 1 Becher Zucker (bei säueerlichen Beeren wie Johannisbeeren 1,5)
  • 3 EL Milch
  • 100 g Mandelsplitter, -blättchen (oder Nüsse nach Wahl)
Johannisbeer-Mandel-Schnitten 03 - Die kleine Windmuehle

Johannisbeer-Mandel-Schnitten

 

 

So einfach bereitet ihr ein Blech Beeren-Mandel-Schnitten zu:

Vorbereitung: Die Beeren abwiegen, waschen und trocken tupfen.

Schritt 1: Zutaten für den Rührteig gut vermengen und auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen.

? 10 Minuten bei 200 Grad vorbacken.

Schritt 2: Erst 125 g Butter, 1 – 1,5 Becher Zucker und 3 EL Milch in einem Topf erhitzen. Vorsichtig die Beeren unterheben.

Mischung auf dem Kuchen verteilen und anschließend die Mandeln darüber streuen.

? Weitere 10 Minuten backen.
Viel Spaß beim Beeren-zaubern und genießt weiterhin den Sommer!

Heidelbeer-Kokos-Schnitten 01 - Die kleine Windmuehle

Heidelbeer-Kokos-Schnitten


Beeren-Schnitten vom Blech - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

Zitronenkuchen auf dem Blech

frisch und fruchtig

#Knuspersommer: Zitronenkuchen auf dem Blech

Ein herrlich, sommerlich, frischer Blechkuchen, der sich super schnell zubereiten lässt.

Zu dem sonnigen und endlich warmen Juliwetter passt ein einfacher Rührkuchen mit fruchtiger Note richtig gut. Omas Zitronenkuchen ist wirklich unkompliziert und relativ schnell gemacht. Es bleibt also mehr Zeit, um das schöne Wetter und den “Knuspersommer” zu genießen.

Knuspersommer-1Sarah von „Knusperstübchen“, ein ganz toller Blog den ich euch nur empfehlen kann, hat kürzlich die Aktion „Knuspersommer 2016” gestartet. Unter dem Hashtag werden aktuell ganz viele tolle sommerliche Rezepte verlinkt und geteilt. Die Idee hat mich sofort begeistert und ich musste direkt an Oma’s Zitronenkuchen vom Blech denken. Was für ein wunderbarer Anlass, euch dieses Rezept zu zeigen. Sommerlicher als Zitronenkuchen geht’s was Kuchen-Rezepte anbelangt fast nicht.
Zitronenkuchen 03

Für ein Blech Zitronenkuchen braucht ihr:

  • 350 g Margarine
  • 350 g Mehl
  • 350 g Zucker
  • 6 Eigelb und Eiweiß (getrennt)
  • 3 TL Backpulver
  • 3 unbehandelte Zitronen (oder 1 Fläschchen Zitronenöl)

Für den Guss:

  • 3-5 EL Zitronensaft
  • 250 g Puderzucker

Zitronenkuchen

So schnell und einfach bereitet ihr den Zitronenkuchen auf dem Blech zu:

Das Blech entweder einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen.

Das Eigelb sowie die weiteren Zutaten miteinander verrühren.

Die Schale der drei unbehandelten Zitronen abreiben, auspressen und 5-8 EL Zitronensaft für den Guss beiseite stellen.

[Tipp: Wer keine Lust/Zeit zum Zitronen reiben hat, kann alternativ ein Fläschchen Zitronenöl verwenden und den Guss dann später mit gekauftem Zitronensaft bereiten.]

Zitronenschale und den restlichen Zitronensaft ebenfalls unter den Teig mischen. Tipp: Ist der Teig zu fest, mit einem Schuss Zitronenlimo oder O-Saft nachhelfen.

Die Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Auf dem Blech 30-40 Minuten bei 200 Grad backen.

Zitronenkuchen 02

Wer mag kann noch etwas Zitronensaft (5-8 EL) mit dem Puderzucker glattrühren, mit einem Holzstäbchen Löcher in den Kuchen stechen und Zuckerguss auf den abgekühlten Blechkuchen gießen.

Zur Dekoration – da es sich schließlich um einen Geburtstagskuchen handelte – kamen bei mir noch bunte Zuckerstreusel zum Einsatz.

Viel Spaß und genießt den Sommer!

 

Pin_Zitronenkuchen - Die kleine Windmuehle

Biskuitteig

Zubereitung Biskuitteig allgemein:

Es gibt keinen Tortenboden, der fluffiger ist als Biskuit. Damit der Biskuitboden genauso schön zart wird, wie ihr ihn haben möchtet, probiert einfach mal die Tricks von meiner Oma…

Tipp Nr. 1: Sie bereitet die Böden immer einen Tag vor dem Torten belegen vor. So kann der Biskuitteig auskühlen und lässt sich am nächsten Tag gut in mehrere Tortenböden aufteilen.

 

Grundrezept – Für einen Biskuitboden (in der Springform) braucht ihr:

  • 4-5 Eier (bei kleinen Eiern 6)
  • 8 EL heißes Wasser
  • 150 g Zucker (wenn ihr kein Puddingpulver Vanille nehmt, dann kommt hier 1 Pck. Vanille Zucker hinzu)
  • 200 g Mehl (einschließlich etwas Puddingpulver Vanille, Stärke, Panier- oder Kartoffelmehl)
  • ½ Pck. Backpulver

 

Meine Oma macht den Biskuitteig so:

Springform vorbereiten:

“nie den Rand fetten”

Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für Konsumfreudige: Neulich habe ich gesehen, dass es im Einzelhandel auch runden Backpapierzuschnitt zu erwerben gibt.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen. Kalte und frische Eier lassen sich übrigens besser trennen.

Mehl-Stärke-Mischung mit dem Backpulver sieben. Je lockerer das Mehl und je weniger Klumpen und je besser das Backpulver untergemischt ist, desto gleichmäßiger geht der Boden später auf.

 

Ans Werk:

Eigelb verquirlen: In Schüssel Nummer eins erst das heiße Wasser esslöffelweise und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren.

In einer weiteren Schüssel die drei Eiweiß schaumig schlagen. Wichtig ist, dass sowohl die Schüssel als auch die Rührstäbe absolut fettfrei sind.

Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Den Eischnee unter die Eigelbmasse ziehen.

Anschließend die mit Backpulver gesiebte Mehl-Mischung unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Kartoffel- oder Paniermehl bzw. Puddingpulver ersetzen. Etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl.

 

Den Teig in einer Springform für 30-40 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen backen (Stäbchenprobe).

Während des Backens die Ofentür unbedingt geschlossen lassen, denn wenn kalte Luft hineinzieht, fällt der Boden zusammen.

Ist der Boden ausgekühlt oder wird am nächsten Tag weiter verarbeitet, könnt ihr ihn in mehrere Tortenböden teilen. Bei diesen Mengenangaben sind bis zu drei Böden drin.

Habt ihr einen Boden übrig? Kein Problem, einfach einfrieren. Oder mit Obst belegen, schon habt ihr einen zweiten Kuchen.

 

Rezepte meiner Oma für Biskuittorten:

Mandarinen-Quark-Torte

Frankfurter Kranz

Sahne-Nuss-Torte

Nuss-Nougat-Torte

Kakao-Haselnuss-Torte

Sekt-Sahne-Torte

Kokos-Zuckerkuchen vom Blech

Ein Hauch Brasilien für Ostwestfalen

#ich back’s mir: süßer Kokos-Zuckerkuchen vom Blech

Erst kürzlich haben eine Freundin und ich unser gemeinsames Interesse für Brasilien entdeckt. An der Uni haben wir durch Portugiesischkurse bei Brasilianerinnen nicht nur die Sprache, sondern auch die brasilianische Mentalität und Kultur kennen und lieben gelernt. Dabei musste ich zudem feststellen, dass mein Brasilienurlaub mit acht Jahren schon viel zu lange zurückliegt. Entsprechend war das Fernweh vorprogrammiert und kam mir sofort in den Sinn, als ich auf Clarettis Bloggeraktion zu eben diesem Thema auf Tastesheriff aufmerksam wurde.

Da meine Patentante, mit der ich eigentlich gar nicht verwandt bin und die ich trotzdem immer “tia” nenne, in Salvador da Bahia lebt, genieße ich das Privileg quasi-brasilianischer-Verwandtschaft. Die Fußballfans unter euch können damit sicher etwas anfangen. In dem brasilianischen Bundesstaat Bahia war das Camp der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren. Neben einem der größten Fußballstadien des Landes ist Salvador als drittgrößte Stadt in Brasilien etwa für seinen Karneval und das bezaubernde Altstadtviertel “Pelourinho”, in der der Hafen durch einen Aufzug “elevador” mit der Oberstadt verbunden ist, bekannt. Neben den beeindruckenden, weißen, schier endlosen, Palmen gesäumten Sandstränden, dem klaren, hellblauen, karibisch warmen Wasser und dem leckeren Essen hat mich in erster Linie die Herzlichkeit der Menschen vor Ort beeindruckt. Die Freunde und Bekannten meiner Tia haben meinen Papa und mich sprichwörtlich direkt in ihrer Mitte aufgenommen, mit uns Samba musiziert und eiskalte cerveja genossen. Zu den besten Urlaubserinnerungen zählt ein weiteres ‘Kaltgetränk’: gekühltes Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss schlürfen. Ein Traum der Erfrischung bei den konstant feuchtschwülen 30 Grad sage ich euch. Für einen großen Kokosnuss-Fan wie mich genau das Richtige.

Außerdem lief mir beim Lesen von Claras Rezept für die Himbeer-Kokos-Scones das Wasser im Mund zusammen. Um den akuten dadurch entstandenen Kokos-Jieper zu befriedigen, musste also ganz schnell ein passender Kuchen her. Die Lösung: Tropische Kokosnuss trifft auf traditionellen ostwestfälischen Zuckerkuchen von Oma.

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Den schnellen Kokos-Becherkuchen auf dem Blech könnt ihr in nur zwei Schritten backen. Die Backzeit ist sehr kurz und der Rührteig ist ultra schnell gemacht. Die Zutaten werden einfach rasch mit dem Sahnebecher abgefüllt und nicht lange gewogen oder abgemessen. So bleibt euch mehr Zeit mit der süßen Kokos-Leckerei in Urlaubserinnerungen zu schwelgen oder die nächste Reise zu planen.

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Um ein Blech Kokos-Zuckerkuchen zu backen, braucht ihr Folgendes:

Für den Teig:

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Zucker
  • 3 Eier
  • 2 Becher Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Für den Kokos-Zucker-Belag:

  • 125 g Butter
  • 1 Becher Zucker
  • 3 EL Milch
  • 100 g Kokosraspel (Wer kein Kokos mag, kann alternativ Mandelsplitter verwenden.)

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So fix habt ihr ein Blech Kokos-Zuckerkuchen zubereitet:

Schritt 1: Zutaten für den Rührteig gut vermengen, auf ein gefettetes Backblech streichen.

? 10 Minuten bei 200 Grad backen.

Schritt 2: 125 g Butter, 1 Becher Zucker und 3 EL Milch in einem Topf erhitzen.

Mischung auf den Kuchen streichen und die Kokosraspel (oder Mandelsplitter) darüber streuen.

? Weitere 10 Minuten backen. Wenn die Kokosstreusel leicht goldbraun werden, ist euer Kuchen fertig.

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Tipp: Der Kokos-Zuckerkuchen schmeckt auch gekühlt sehr lecker. Allerdings verliert der Kuchen im Kühlschrank etwas von seiner Fluffigkeit und wird ein wenig fester.

Viel Spaß beim Schlickern!

Omas bester Rhabarberkuchen

Omas bester Rhabarberkuchen

rasch gemacht, super lecker und saftig

Omas bester Rhabarberkuchen

Die ersten Sonnenstrahlen, ein wenig Regen, schwupps erstrahlen Bäume und Büsche in einem frischen Grün vor zart blauem Himmel. Kaum ist der Frühling da, ist Saison für viele meiner liebsten Obst- und Gemüsesorten. Neben selbstverständlich Spargel und Erdbeeren, zählt dazu auch Rhabarber. Zugegeben, ich habe das Backen mit Rhabarber lange vernachlässigt. Bis ich vor zwei Jahren für den Geburtstag einer Freundin mal “was Neues” probieren wollte, meine Oma anrief, um zu fragen, wie das geht, und erfuhr, wie einfach und schnell ihr Rhabarberkuchen zu backen geht. Vorher bin ich davon ausgegangen, dass man Rhabarber gefühlt ewig vorkochen müsse oder der Belag unheimlich kompliziert sei. Nunja, zumindest bei diesem simplen Rezept ist das glücklicherweise nicht der Fall. Man kann dem Rhabarber zwar etwas Zeit geben durchzuziehen – muss man aber nicht.

Rhabarberkuchen

Omas bester Rhabarberkuchen

An Zutaten für den Rührteig braucht ihr:

  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Butter
  • 200 g Mehl
  • ½ Päkchen Backpulver
  • Schuss Milch

Und für den Belag:

  • 500-700 g Rhabarber
  • etwas Speisestärke (1-2 EL)
  • Etwas Zucker (2-3 EL)

Optional, weil es schöner aussieht:

  • 1 Päckchen roter Tortenguss
  • ¼ l Himbeersaft

So einfach wird’s gemacht:

Die Springform mit Alufolie auslegen.

500-700 g Rhabarber in Stückchen in die Form geben und mit etwas Speisestärke (1-2 EL) und Zucker (2-3 EL – abhängig von der Reife des Rhabarbers) bestreuen.

Den Rührteig zubereiten und darüber streichen.

Für ca. 50-55 Minuten bei 180 Grad backen (Stäbchenprobe).

Umdrehen. Nun sind die Früchte oben und der Rhabarberkuchen ist prinzipiell fertig. Sehr gut schmecken tut er so auch. Mit etwas rotem Tortenguss – wer mag kann Himbeersaft statt Wasser zum Anrühren verwenden, um für etwas Süße zu sorgen die geschmacklich gut zum Rhabarber passt – kann man die Lücken zwischen den Rhabarberstückchen schließen und so eine glatte Oberfläche entstehen lassen.

Rhabarberkuchen

Rhabarberkuchen mit Himbeerguss

Omas bester Rhabarberkuchen

saftiger Rhabarberkuchen

 

 

Nicht süß genug? Mit Vanilleeis genießen!

 

 

 

Tipp: Eigentlich braucht der Rhabarberkuchen für meinen Geschmack keine Sahne, da er schön saftig ist. Da Rhaharber bekanntlich manchmal etwas säuerlich ist, findet es der eine oder andere vielleicht schön, noch etwas mehr Süßes dazu zu haben. Denjenigen empfehle ich Sahne mit Bourbonvanillezucker oder – mein Favorit – Vanilleeis!
Ganz viel Spaß beim Schlemmen!

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz

klassisch, cremig und süß

Frankfurter Kranz ostwestfälisch

Offenkundig stammt dieser Klassiker des deutschen Konditorhandwerks nicht aus Ostwestfalen. Die Buttercreme-Biskuit-Torte ist dennoch standardmäßig auf der Kaffeetafel unserer Familie zu finden und noch dazu einer der Lieblingskuchen von meiner Mama. Schon allein deshalb wollte ich ihn mir so gerne von meiner Oma zeigen lassen. Den ostwestfälischen Touch erhält der Frankfurter Kranz durch die Marmeladenschicht in der Füllung. Am liebsten natürlich mit Omas hausgemachter Erdbeermarmelade. Theoretisch bietet sich hier natürlich eine gute Möglichkeit, eure Kreativität auszuleben und die Torte ganz nach individuellem Belieben anzupassen. Allein die Fülle an verschiedenen Marmeladen- oder Geleesorten bietet ja schon Vielfalt. Aber wie wäre es mal, ganz was Neues auszutesten: Schokoladensoße oder Erdnusscreme?

Frankfurter Kranz von Innen

cremiger Frankfurter Kranz

Zutaten für den Frankfurter Kranz:

Biskuitteig:

  • 4-5 Eier (bei kleinen 6)
  • 200 g Mehl (einschließlich etwas Puddingpulver Vanille oder Kartoffelmehl)
  • 150 g Zucker (wenn ihr kein Puddingpulver Vanille nehmt, dann kommt hier 1 Pck. Vanille Zucker hinzu)
  • 8 EL heißes Wasser

Belag:

  • 1 l Vanillepudding (mit 2 Päckchen Puddingpulver Vanille und 1 l Milch)
  • 225 g (?1/2 Pfund) Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Glas Erdbeermarmelade

Deko:

  • 100 g gehackte Mandeln oder fertiges Haselnusskrokant

Den Biskuitboden für den Frankfurter Kranz macht ihr so:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst die 8 EL Wasser und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehl-Mischung unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Kartoffelmehl bzw. Puddingpulver ersetzen (etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl), die Gesamtmenge sollte 200 g nicht überschreiten.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen.

Für den Belag des Frankfurter Kranz macht ihr eine Buttercreme:

Einen Liter Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet, könnt ihr den Pudding zum Beispiel mit Frischhaltefolie abdecken. Für die Weiterverarbeitung ist es immens wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 3 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding esslöffelweise unterheben.

Den Kranz zwei mal durchschneiden, sodass man etwa drei gleich große Böden erhält.

Auf jeden Boden zunächst dünn Marmelade und darauf dann die Buttercreme streichen.

Anschließend die Böden wieder aufeinanderstapeln und von außen mit der Creme bestreichen.

Für die Deko zum Beispiel 100 g gehackte Mandeln in einer Pfanne golden rösten. Alternativ kann man auch fertiges Haselnusskrokant verwenden. Die Deko-Nüsse nun von allen Seiten gegen den Kranz werfen. Das braucht ein, zwei Durchgänge bis überall eine gleichmäßige Schicht aus gerösteten Nüssen an der Creme klebt.

Guten Appetit!

PS: Falls sich jemand traut, auch mal was anderes als Marmelade zu testen, gebt mir unbedingt Bescheid.

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz von oben

Pfirsich-Creme-Schnitten vom Blech

fingerfood-geeignete

Pfirsich-Creme-Schnitten vom Blech

Steht eine Feierlichkeit mit mehreren Gästen an, darf es auch mal etwas mehr sein. Da bietet sich ein leckerer Kuchen vom Blech an, der auch noch optisch etwas her macht. Für die Geburtstagsparty von zwei Freundinnen habe ich kürzlich das Rezept meiner Oma für eine Pfirsich-Schmand-Torte ausprobiert. In erster Linie hatte ich einfach Appetit auf einen fruchtigen Obstboden, der nicht zu trocken ist. Durch die Creme-Schicht und den Guss wird der Kuchen schön saftig und ist dennoch fest. Praktischerweise wird er so fest, dass man die Stückchen sogar mit der Hand essen kann. Ein weiterer Vorteil der sich bei diesem Versuch zeigte: Ich habe keine Reste produziert. Einerseits passen die Angaben super zu einem Standard-Ofenblech, andererseits wird alles verwertet. Wie etwa der Saft von den Pfirsichen für den Guss.

Pfirsisch Schmand Kuchen

Pfirsisch Schmand Kuchen

Das gehört auf euren Einkaufszettel für die Pfirsich-Creme-Schnitten:

Teig:

  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver

Belag:

  • 1 l Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • 3 Becher Schmand (oder saure Sahne)
  • 2 Dosen (Torten-)Pfirsiche//Aprikosen
  • 3 Päckchen Tortenguss, klar

 

Und so macht ihr die Pfirsich-Creme-Schnitten:

Den Rührteig zubereiten, auf das Backblech geben und etwa 15 Minuten bei 200 Grad backen.

Währenddessen: Den Saft der Pfirsiche abgießen und für den Guss beiseite stellen. Den Vanillepudding mit 1 l Milch, 1 Päckchen Vanillezucker und 2 Päckchen Puddingpulver kochen.

Den Schmand (die saure Sahne) unter den heißen Pudding rühren. Sind die 15 Minuten um, wird die Masse auf den heißen Teig gegeben. Darauf die Pfirsiche legen und etwas eindrücken. Tortenpfirsiche aus der Dose kommen praktischerweise bereits kleingeschnitten in der richtigen Größe und können direkt verwendet werden.

Nun weitere 20 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen: Mit dem Saft und 3 Päckchen Tortenguss selbigen anrühren und schließlich gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.

Pfirsich-Creme-Schnitten

Pfirsich-Creme-Schnitten

Maulwurfshügel

Maulwurfshügel mit Kirschen

Cremig und vielseitig

Maulwurfshügel mit Kirschen

Seit eh und je gehört diese Sahnetorte zu meinen Favoriten. Die Kombination von Kakao, Nüssen und Kirschen finde ich ja ohnehin schon zum dahinschmelzen. Am Stichwort Kirschen seht ihr schon die Geschmacksrichtung meiner Tortenvariante. Das Schöne am Maulswurfshügel ist, dass man ihn nach Lust und Laune belegen kann. Die vermutlich gängigste Version mit Bananen dürfte wohl schon auf vielen Kuchentafeln gestanden haben – mein persönlicher Favorit ist sie nicht. Denkbar sind alle Obstsorten, die ihr gerne esst. Mit Pfirsich und Birne kann ich mir den Maulwurfshügel auch sehr gut vorstellen. Nicht nur bei den Zutaten, auch bei der Dekoration könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Als Verzierung eignen sich immer kleine, ansehnliche Portionen der Zutaten aber auch gespritzte Sahnehäubchen oder Schoko/Keks-Stücke. Bei dem Maulwurfshügel auf dem Foto blieb Oma und mir nicht so viel Zeit, daher ist er ganz simpel gehalten.

Unser Maulwurfshügel

Das braucht ihr für den Maulwurfshügel mit Kirschen:

Teig:

  • 4 Eier
  • 3 EL Wasser
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Puddingpulver Schokolade
  • 2 TL Kakao
  • 2 TL Backpulver
  • 250 g Haselnüsse, gemahlen
  • 50 g Zucker

Belag:

  • ½ l Sahne
  • 1 Glas Kirschen

So bereitet ihr den Maulwurfshügel zu:

Als erstes den Boden zubereiten und abkühlen lassen.

Für den Teig die Eier trennen. Das Eigelb mit dem Wasser, Zucker, dem Puddingpulver und dem Kakao schaumig rühren. Die Nüsse mit dem Backpulver mischen und unterrühren.

50 g Zucker mit dem Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Etwa 60 Minuten bei 170 Grad backen.

Für den Belag:

Sahne schlagen. Für die Füllung den Kuchenboden “aushöhlen”: Einen daumenbreiten Rand lassen, Krümel vom Boden abnehmen. Den Boden dick genug lassen – etwa einen halben bis einen Zentimeter. Einen Teil der Schokonussteigkrümel für die Deko ganz zum Schluss beiseite stellen (etwa ein kleines Schälchen).

Den Boden mit den Kirschen belegen, ein paar hübsche Kirschen als Deko zur Seite legen. Die Teigkrümel unter die Sahne heben und die Mischung auf die Kirschen geben. Abschließend mit den restlichen Krümeln und Kirschen und/oder Sahne, wie oben beschrieben, verzieren… Guten Appetit!

Mandarinen-Quark-Torte

Mandarinen-Quark-Torte

Mandarinen-Quark-Torte gehört bei meiner Oma und bei vielen anderen ostwestfälischen Familien zum Standardrepertoire. Und das mit Recht. Handelt es sich doch um eines der leckersten Rezepte der Region – wenn nicht gar der ganzen Welt. Zudem ist dies der Lieblingskuchen meines Papas. Schön fruchtig und fluffig versüßt der Mandarinen-Quark perfekt einen sonnigen Frühlingssonntag. Im Prinzip schmeckt er aber das ganze Jahr über. Da hierfür Dosenobst verwendet wird, lässt sich das auch problemlos umsetzen. Nur im Sommer sollte das gute Stück nicht zu lange in der Hitze stehen, da die Quarkcreme bei Wärme schnell weich bis flüssig wird.

Mandarinen-Quark-Torte

Mandarinen-Quark-Torte

Zutaten Mandarinen-Quark-Torte:

Teig:

  • 3 Eier
  • 4 EL Wasser
  • 100 g Zucker
  • Entweder 1 Päckchen Vanille Zucker oder 10 g Puddingpulver
  • 110 g Mehl
  • 2 TL Backpulver (½ Päckchen)
  • 1 Prise Salz

Belag:

  • 3 Dosen Mandarinen (175 g Abtropfgewicht)
  • ¼ l Mandarinensaft
  • 1 Päckchen Gelatine, gemahlen
  • 450 g (1 Pfund) Quark
  • 3 EL Zucker
  • ¼ l Sahne

Zubereitung Mandarinen-Quark-Torte:

Boden:

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereit stellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. 100 g Zucker und 1 Päckchen Vanille Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst die 4 EL Wasser und dann die drei Eigelb jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die etwa 110 Gramm Mehl (100-120 g), Backpulver, Prise Salz unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Paniermehl bzw. Puddingpulver ersetzen. Etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl.

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen.

Mandarinen auf der Quarktorte

Mandarinen auf der Quarktorte

Belag:

Den Saft der Mandarinen abgießen.

Den Mandarinensaft auf ¼ Liter abmessen, mit der Gelatine (1 Päckchen, gemahlen) verrühren. Die Mandarinensaft-Gelatine-Masse zur Seite stellen und für den späteren Gebrauch fest werden lassen.

In der Zeit werden die Mandarinen sortiert: Von den drei Dosen etwa zwei für das Belegen des Bodens zur Seite stellen und ungefähr ein Drittel der Menge, natürlich die Schönsten, für die Deko heraussuchen. Wer es ganz genau nimmt zählt die Menge der gewünschten Tortenstücke ab und sortiert dementsprechend die benötigte Anzahl an Mandarinenstückchen geraus.

Für die Creme schon mal die Sahne (¼ l) schlagen.

Ist die Saft-Gelatine-Mischung etwas fest geworden, kann das Pfund Quark untergerührt und mit ca. 3 EL Zucker abgeschmeckt werden.

Nun die geschlagene Sahne unterheben.

Wenn der Tortenboden kalt ist, wird er zunächst mit den Mandarinen belegt. Entweder in der Springform oder mit Tortenring.

Darauf dann die Quark-Masse geben.

Anschließend die glatte Oberfläche mit den beiseitegelegten Deko-Mandarinen-Stückchen verzieren.

Nun fest werden lassen: Am besten über Nacht im Kühlschrank.

Alternativ lässt sich die Mandarinen-Quark-Torte auch als Blechkuchen zubereiten. Dafür empfiehlt sich als Boden einen Mürbeteig zu verwenden.

Lasst es euch schmecken!

 

Mandarinen-Quark-Torte von oben

Mandarinen-Quark-Torte von oben

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