Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Schlagwort: Käsekuchen; Knetteig

Käsekuchen mit Sahne und Erdbeersauce

samtig und fruchtig

Käsekuchen mit Sahne und Erdbeersauce

Super saftiger Käsekuchen trifft auf fluffige Sahneschicht und wird mit fruchtig süßem Erdbeersaucen-Topping zu einem echten Geschmackserlebnis. Eigentlich ist Omas Käsekuchen schon ziemlich cool und auch ohne die Extras ein Erfolgsgarant fürs Tortenbuffet. Die Füllung mit feiner Zitronen- und Vanille-Note ist bei diesem Rezept einfach herrlich ausgewogen. Durch den Eischnee den man am Ende ganz vorsichtig unterzieht, wird der Käsekuchen super samtig und fast luftig. Nur die Sahne ist natürlich noch fluffiger.

Weil ich so ein großer Käsekuchen-Fan bin und ihn ständig essen könnte, musste mal etwas Abwechslung her. Da kamen die Sahne und die leckere, süße Erdbeersauce gerade recht. Die Kombination ist fantastisch und der Käsekuchen ruck-zuck weggeschlickert.

Falls ihr euch fragt, warum eigentlich Omas schnöder Käsekuchen, wo doch im global vernetzen Digitalzeitalter die mega trendy tausend Cheesecake-Rezepte aus den Staaten zum Greifen nah sind. Das hat eigentlich verschiedene Gründe. Zum einen geht es mir ja ohnehin primär darum, die Rezepte meiner Oma festzuhalten. Zum anderen, weil ich so gerne Käsekuchen esse. Von Käsekuchen kann man einfach ne ganze Menge mehr essen als vom dekadenten Cheesecake. Zumindest das, was ich als New York Cheesecake Original vor Augen habe. Ab und zu kann man sich das mal gönnen, aber lieber in Maßen.

Als ich im vorigen Jahr mit meinem Freund in New York war, sind wir nach ausgiebiger Google-Recherche zu einem der am besten bewerteten Cheesecakeläden nach Brooklyn gefahren. Schon die lange Schlange am Abholschalter deutete auf die Beliebtheit von Junior’s Restaurant and Bakery hin. Wir hatten das Glück, noch einen der letzten freien Tische zu ergattern. Zum Cheesecake bestellten wir nur ein Pastrami-Sandwich, um beides zu teilen, was bei den amerikanischen Durchschnittsportionen aus unserer Erfahrung sehr ratsam ist. Von einer US-Portion werden zwei Europäer meist gut satt. Was eigentlich nur als Snack gedacht war, ist dann aber doch, ob der american-diner-mäßigen Gastfreundschaft ausgeartet, als die Vorspeisen des Hauses gratis dazu serviert wurden… Nach pickles, cabbage, Brot und Dips und einem riesen Sandwich bestehend aus fünf (!) Teilen war schlussendlich noch Platz für genau eine Gabel des fantastischsten Cheesecakes den New York meiner Meinung nach zu bieten hat. Er war unheimlich gut und zweifelsohne der aller cremigste Cheesecake der Welt – zart und unglaublich lecker. Doch leider so mächtig und sättigend, dass man schwerlich mehr als ein, zwei “Bissen” (eher Schlecker) davon schaffte. Nochmal Glück gehabt, dass Doggy-bags Standard sind und unser Hotelzimmer über einen Minikühlschrank verfügte, um 90% des angeknabberten Cheesecakes mitzunehmen. Ende vom Lied war ungefähr, dass wir noch ein paar Tage immer wieder  Gabelspitzen des Cheesecakes schlickern konnten.  

Mein Fazit ist also, dass das New Yorker Original dem außergewöhnlichen und seltenen Genuss vorbehalten bleibt. Während der leckere Käsekuchen von meiner Oma einfach ganz oft und ab und zu vielleicht auch etwas ausgiebiger genascht werden kann. Überzeugt euch selbst.

Das braucht ihr an Zutaten

Für den Knetteig:

  • 150 g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 65 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 65 g Butter

Füllung:

  • 125 g Margarine oder Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eigelb
  • Saft einer Zitrone
  • 500 g Quark
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 2 EL Grieß
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 4 Eischnee

Topping:

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Fläschchen Erdbeersauce (hier verwendet: Schwartau Erdbeer Sauce 125 ml)

So wird Omas Käsekuchen zubereitet:

Den Knetteig aus 150 g Mehl, ½ TL Backpulver, 65 g Zucker, 1 Ei, 1 Päckchen Vanillezucker, 65 g Butter (kalt) herstellen.

Den Teig für 15 Minuten in den Tiefkühler legen. Anschließend aus zwei Drittel des Teiges den Boden ausrollen. Mit dem übrigen Drittel eine Teigwurst rollen und als Rand hochziehen.

→ Den Boden bei 200 Grad etwa 10 Minuten vorbacken.

Die Füllung anrühren:

Butter schaumig rühren. Zucker, Vanillezucker, Eigelb, und Zitronensaft dazugeben und verrühren.

Quark, Puddingpulver, Grieß und Backpulver unterrühren.

Zuletzt vorsichtig den Eischnee unterziehen.

Auf den vorgebackenen Boden geben und bei 170-180 Grad für 60-70 Minuten backen.

Tipp: Wenn ihr genügend Zeit habt, Käsekuchen immer lieber etwas länger bei einer niedrigeren Temperatur backen.

Pimp my Käsekuchen:

Der leckere Standard-Käsekuchen meiner Oma eignet sich hervorragend als Basis für diverse Variationen. Eine super einfache Möglichkeit, die total schnell gemacht ist:

  • Sahne steif schlagen und auf dem Käsekuchen verteilen.
  • Fruchtsoße deiner Wahl darauf verstreichen.

Wie ihr unschwer auf den Fotos erkennen könnt, habe ich mich für Erdbeersauce entschieden. Weil fruchtige, samtige, süße Erdbeeren auf fluffiger Sahne und schmelzigem, saftigen Käsekuchen einfach die reine Wonne ist.

Was würdet ihr als Topping wählen? Viel Spaß beim experimentieren und schnabulieren!

 

Dies ist übrigens das Originalrezept meiner Oma:

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Klassischer Käsekuchen

saftig und süß

Klassischer Käsekuchen

Den Einstieg in die Welt der Käsekuchen macht das Standardrezept meiner Oma für ostwestfälischen Käsekuchen. Eigentlich wird er bei uns Quarkkuchen genannt. In Ostwestfalen ist Quark unsere Lieblingszutat, deshalb wird ihm zu Ehren auch der Kuchen entsprechend benannt.

Weil hier (Mager-)Quark eingesetzt und mit Eischnee zu einer fluffigen Füllung verarbeitet wird, handelt es sich nicht um den cremigen, mächtigen American Cheesecake. Dieser wird mit einer Creme aus Doppelrahmfrischkäse gemacht.

Wie gesagt, handelt es sich eigentlich um ein einfaches Standard-Rezept für Käsekuchen 1 Stück - Die kleine Windmuehleklassischen ostwestfälischen Quark- beziehungsweise Käsekuchen. Allerdings habe ich bei meinem ersten Versuch diesen Kuchen zu backen festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, die perfekte Farbe und Form hinzubekommen. Beim Abkühlen ist der Gute doch einfach in sich zusammengesackt! Das Wichtigste hat glücklicherweise trotzdem gestimmt: und zwar der Geschmack und die Konsistenz des Belags. Daran muss glücklicherweise nicht gedreht werden. Die Füllung war schön süß, saftig und fluffig – so wie es sich für einen Käsekuchen gehört!

Auch der Teig harmoniert wunderbar mit der Käsecreme. Er ist einfach und rasch
gemacht und geschmacklich super. Zudem ist er gar nicht trocken sondern gerade fest genug. Manchmal fühlt es sich bei kräftigen Mürbeteigen beim Essen so an, als ob eine Staubwolke im Mund zerbröselt. Oder wenn man zu sehr beißen muss. Bei Fertigkäsekuchen aus dem Supermarkt fällt mir oft auf, dass der Boden zu fest ist. Puh, am Teig muss zum Glück nicht mehr gefeilt werden. Beim nächsten Käsekuchenbacken würde ich nur versuchen, mal den Trick mit dem nassen Handtuch zuprobieren. Und lieber etwas länger bei etwas geringerer Temperatur backen, damit die Bräunung gleichmäßiger wird.

Für den Knetteig braucht ihr Folgendes:

  • 125 g Butter
  • 1 Ei
  • 100 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • nach Geschmack Zitronen oder anderes Aroma
  • 1 Prise Salz

Die Füllung, Herz und Seele des Käsekuchens, wird aus folgenden Zutaten bereitet:

  • 750 g Quark
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Ca. ¼ l Milch
  • 3-4 EL Grieß
  • 1 TL Backpulver
  • optional: 50 g Rosinen

Käsekuchen 1 Stück - Die kleine Windmuehle

So fix bereitet ihr den Knetteig zu:

Die in kleine Würfel geschnittene Butter gebt ihr mit allen anderen Zutaten in eine Rührschüssel verarbeitet und sie dann, am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine/Handrührgerät, zu einem Teig.

Anschließend formt ihr den Teig zu einer Kugel und legt ihn in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank. Dort bleibt er während ihr den Belag zubereitet – mindestens aber 30 Minuten.

Ganz viele Tipps und Tricks und warum Knet-/Mürbeteig sehr praktisch ist, lest ihr hier.

Käsekuchen 1 Stück - Die kleine Windmuehle

Den Belag für den Käsekuchen zaubert ihr wie folgt:

Zuerst schlagt ihr das Eigelb mit dem Zucker und dem Quark schaumig.

Falls die Masse zu trocken scheint nach und nach Milch dazugeben, bis die Masse schön cremig ist. Bei mir war entweder der Quark sehr flüssig oder zu viele große Eier, sodass die Masse ohnehin recht dünnflüssig war und ich ganz auf die Milch verzichtet habe.

Das Backpulver mischt ihr zunächst mit dem Grieß – und, wer mag, mit den Rosinen – und hebt die Mischung anschließend unter den Quark.

Die Eiweiße steif schlagen und unterheben. Ein Tipp um Festigkeit zu erlangen:

Den Eischnee mit einer Prise Salz aufschlagen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in die Form geben. Boden bedecken und einen Rand formen. Mit einer Gabel ein paar mal in den Teig stechen. Die Füllung darauf geben.

Für 50-60 Minuten bei 170-175 Grad in den Ofen. Die genaue Zeit hängt wirklich sehr stark vom jeweiligen Ofen ab. Lieber öfters danach schauen.

Käsekuchen 1 Stück - Die kleine Windmuehle

Viel Spaß und gutes Gelingen!
PS: Falls ihr bereits mehr Erfahrungen gemacht, oder den ein oder anderen Trick erfolgreich ausprobiert habt, würde ich mich riesig über eure Tipps freuen!!

 

 


saftig und süß - Omas bester Käsekuchen - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

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