Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Schlagwort: Buttercreme

Kürbis-Torte

aromatisch und saftig

Ostwestfälische Kürbis-Torte

Ein weiteres gelungenes Experiment ist dieses Crossover: American Pumpkin Cake meets good old German Buttercreme. Saftig, aromatisch gewürzter Kürbis-Rührteig trifft auf eine zart-feste Vanillecreme. Über ein Jahr nach unserem großartigen Kalifornien Trip ist es einfach an der Zeit für eine kulinarische Hommage an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Was wäre typischer und leckerer als Pumpkin Cake im Herbst zur Kürbis Saison? Logischerweise konnte ich mich also nicht (komplett) an dem Rezepte-Pool meiner Oma bedienen und habe dieses Grundrezept ein wenig auf deutsch adaptiert. Mir war nur leider gar nicht nach dem dazugehörigen Frosting. Der Kuchen hat im Teig, meiner Meinung nach, einfach schon genug Zucker. Da ich befürchtete, es könnte zu süß und zu fettig werden, war mir die Buttercreme einfach lieber. Nicht, dass es jetzt ein Diät-Rezept wäre 😀 Aber im Ergebnis ist die Kombination von dem würzigen Kürbisboden mit der vanilligen Buttercreme absolut lecker! Für einen kurzen Moment hatte ich überlegt, auch die Creme mit dem Pimping Pie Spice zu würzen, aber das wäre irgendwie zu viel gewesen. Nun ergänzt die Vanillecreme den zimtigen Kürbiskuchengewürz-Geschmack perfekt. Die Konsistenz der Torte ist auch überragend geworden. Die Buttercreme ist fest genug für die Böden, da quetscht nichts raus und die Torte steht wie eine Eins 🙂 Was mir zudem sehr gut gefällt, ist die tolle, kräftige Farbe – dem Kürbis sei Dank. Am Rande bemerkt: Wusstet ihr, dass es sich bei dem Kürbis um die größte Beere handelt? Aufgrund der harten Außenschicht handelt es sich genauer gesagt um eine Panzerbeere.

Für die fantastische, westfälische Kürbis-Torte benötigt ihr die folgenden Zutaten:

Zutaten Böden:

  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL (5g) Natron
  • 3 ½ TL Pumpkin Pie Spice (oder 2 TL Zimt, 1 TL Muskatnuss, 1/2 Teelöffel Ingwer)
  • 350 g Zucker
  • Prise (1/2 TL) Salz
  • 170 g Butter (Zimmertemperatur, nicht schmelzen).
  • 4 große Eier
  • 60 ml (geschmacksneutrales) Pflanzenöl
  • 350-425 g Kürbis-Mus (Herstellung siehe Vorbereitung)
  • 120 ml Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt (alternativ könnt ihr das Mark einer Vanilleschote verwenden)

Zutaten für die Buttercreme:

  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 5 EL Zucker
  • 500 ml Milch
  • 250 g Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt

Vor dem Backen:

Zuerst (EIN PAAR STUNDEN VOR DEM BACKEN) 0,5 Liter Vanillepudding kochen und abkühlen lassen. Achtung: braucht 3-4 Stunden zum Abkühlen. Sowie die 250 g Butter warm/auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Kürbismus bereiten: Einen halben Hokkaido entkernen, etwa 30 Minuten bei 180 Grad im Ofen garen, im Anschluss pürieren und abkühlen lassen.

Für die Kürbis-Böden:

Ofen auf 175 Grad vorheizen.

Die 22cm Backform(en) einfetten und bemehlen.

In die Rührschüssel die trockenen Zutaten Mehl mit Backpulver mischen/sieben, Natron, Gewürz(e), Zucker mischen. Nach und nach die zimmerwarme Butter hinzufügen, bis eine sandige Masse entsteht. Die Konsistenz kannst du so testen: Wenn du etwas von der Mischung zwischen deinen Fingern drückst, sollte sie zusammenkleben.

In einer weiteren Schüssel Eier, Öl, Kürbis, Milch und Vanille mischen. Alles gut verrühren und beiseitestellen.

Anschließend die Eimasse nach und nach unter den Mehl-Butter-Mix rühren. (Erst vorsichtig und langsam rühren, wenn es gut vermischt ist ruhig nochmal kurz kräftig mixen.)

Den Teig in die eingefettete und gemehlte Form geben.

Bei 170 Grad ca. 45-50 Minuten (je Form) backen (ich habe nur eine Form in der Größe und daher hintereinander gebacken. Wenn ihr zwei 22er Formen habt, könnt ihr die auch gleichzeitig reintun. Dann würde ich etwa 10-15 Min zur Backzeit draufschlagen. Aber sicherheitshalber gucken – ist ja bei jedem Ofen immer anders.).

10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann herausnehmen.

Für die Buttercreme:

Aus Puddingpulver, 5 EL Zucker und Milch den Pudding nach Packungsanleitung  zubereiten und kalt werden lassen. Damit sich keine Haut bildet, legt ihr direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings Frischhaltefolie.

Weiche Butter mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding zunächst durchrühren und dabei den TL Vanilleextrakt untermischen, dann nach und nach unter die Butter rühren. Sehr wichtig: Butter und Pudding sollten Zimmertemperatur haben, auf jeden Fall die gleiche Temperatur, da die Buttercreme sonst gerinnt.

Für die Torten-Dekoration:

Wenn ihr zwei ausgekühlte Böden und die Buttercreme bei Zimmertemperatur habt, geht es ans Tortenwerk: Zunächst die Böden gleichmäßig schneiden. Bei mir ist der Teig (da ich nicht so, wie man es sollte, ordentlich gesiebt hatte) etwas ungleich aufgegangen. Die “Deckel” oder Nuppsies also einfach runterschneiden, damit zwei glatte Tortenböden-Oberflächen entstehen. Den ersten gleichmäßig mit etwa einem Drittel der Buttercreme bestreichen, dann den Zweiten auflegen. Ein weiteres Drittel der Buttercreme auf und um den Kuchen verteilen. Das letzte Drittel habe ich mit dem Spritzbeutel aufgetragen. Wenn ihr einen glatten Überzug macht, würde ich ein Drittel oben und eines für den Rand nehmen.

Das fertige Werk am besten noch im Kühlschrank kaltstellen, damit die Creme schön fest wird.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Eierlikör-Törtchen

aromatisch und zart

Eierlikör-Törtchen

Der luftige und saftige Boden kommt mit einer feinen Note Eierlikör daher. Gut durchgezogen schmeckt der Eierlikörkuchen am zweiten Tag richtig lecker nach Eierlikör. Er ist saftig, trocknet nicht schnell aus – aber ohne klitschig zu werden. Ja genau, ihr lest richtig: Kuchen. Auf den Bildern seht ihr nur Cupcakes. Ein wenig schmerzvoll habe ich das eine Rezept für beide Formen getestet.

Wenn der Ofen plötzlich auf über 200 Grad heizt, im Rezept aber nur 150 Grad für eine Stunde Backzeit vorgesehen sind, dann? Ja dann geht das ganze richtig in die Hose. Schwarz von allen Seiten war der schöne Kuchen, für den ich einen Guglhupf verwendetete. Aber dennoch hatte dieser Ofenunfall sein Gutes. Denn erstens weiß ich, dass es ausschließlich am Ofen lag und kann euch das Rezept guten Gewissens empfehlen. Das Innere, nicht verkohlte des Kuchens, war nämlich hammer lecker! Für das Gelingen nach Anleitung lege ich meine Hand in das Feuer des kaputten Ofens. Und zweitens, wäre es sonst nicht zu diesen herrlichen Cupcakes gekommen.

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Da ich für die tolle Osterwoche mit den lieben Insta-Mädels @hobby_backecke,
@kathrins.kitchen, @bakeyourcakex und @herzensgut_cupkaes das Eierlikör-Rezept vorgeschlagen hatte, wollte ich natürlich schöne Bilder machen. Also musste ich noch mal backen. Ist natürlich super 
langweilig, zweimal das gleiche zu backen. Eierlikör-Törtchen - die kleine WindmuehleDa lachte mich das Muffinblech an und die Sache war geritzt. Ein passendes Topping war auch schnell gefunden, als Fan von Ninas Blog “Kaffee und Cupcakes”, habe ich mir ihr Grundrezept für Frischkäsefrosting geschnappt und mit Eierlikör verfeinert. Es hat super funktioniert, statt Sahne den Eierlikör zu verwenden. Die Konsistenz war echt perfekt. Fest genug und smooth genug zur gleichen Zeit – genau wie es sein muss. Allen Testessern hat es hervorragend geschmeckt. Ich fürchte, ich muss nun immer die, zugegeben etwas aufwendigere, Variante der Cupcakes machen. Der Kuchen ist nämlich unglaublich fix zusammengerührt. Typisch ostwestfälisch wird hier als Stärkezutat Kartoffelmehl verwendet. Alternativ funktioniert sicherlich auch Stärke, aber ich hab mich auch bei den Muffins an Omas Rezept gehalten und bin sehr gut damit gefahren.

Da ich in diesem Jahr leider noch nicht dazu gekommen bin, selbst Eierlikör zu produzieren, musste ich auf den fertigen von der “ei ei ei” Firma mit V. zurückgreifen. Den finde ich ziemlich gut für gekauften. Aller wärmstens kann ich euch den selbstgemachten nach dem Rezept von der lieben Mara “lifeisfullofgoddies” empfehlen. Für glückliche Besitzer einer Küchenmaschine ist die Herstellung ein leichtes. Das Resultat ist fantastisch, super lecker, schaumig und süß.  

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Für den ostwestfälischen Eierlikörkuchen benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 5 Eier
  • ¼ l Öl (geschmacksneutral)
  • ¼ l Eierlikör
  • 200 g Puderzucker
  • 125 g Kartoffelmehl (Alternativ: Stärke)
  • 125 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Wer nicht 24-28 Muffins backen möchte, nimmt etwas weniger als die Hälfte, also:

  • 2 Eier
  • ? l Öl (geschmacksneutral)
  • ? l Eirlikör
  • 100 g Puderzucker
  • 60 g Kartoffelmehl (Alternativ: Stärke)
  • 60 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Für das Frosting:

  • 100 g Butter Raumtemperatur
  • 300 g Puderzucker
  • 25 ml Eierlikör
  • 200 g Frischkäse Doppelrahmstufe, kalt

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

So wird der ostwestfälische Eierlikörkuchen flux zusammengerührt:

Wie gewöhnlich bei Rührkuchen, werden auch für den ostwestfälischen Eierlikörkuchen zunächst die feuchten und trockenen Zutaten getrennt gemischt:

Die 5 Eier werden mit 250 ml Öl, 250 ml Eierlikör und 200 g Puderzucker schaumig gerührt.

Zunächst 125 g Kartoffelmehl (alternativ kann man auch Stärke verwenden), 125 g Mehl und 1 Päckchen Backpulver gut durchsieben und mischen.

Dann zügig unterheben, nicht zu lange rühren und ab in den vorgeheizten Backofen.

Bei 150 Grad ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe.

Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Die Eierlikör-Cupcakes werden wie folgt zubereitet:

Teig wie beschrieben zubereiten.

Auf ein (12er) Muffinblech füllen.

Bei 150 Grad ca. 25 Minuten backen.

Auskühlen lassen.

Für das Frosting habe ich das Grundrezept für Frischkäse-Frosting von Nina von Kaffee und Cupcakes angepasst und einfach statt Sahne Eierlikör verwendet.

Frosting nach Anleitung zubereiten und mit einer Spritztülle auf den Muffins verteilen.

Tipp: Wer keine Spritztülle besitzt, nimmt einfach einen Gefrierbeutel und schneidet ein kleines Loch unten in eine Ecke.

Ein Eierlikör-Törtchen - die kleine Windmuehle

Fröhliches Naschen und Eier(likör-Cupcakes) suchen meine Lieben!

Donauwelle - die kleine Windmuehle

Donauwelle

süß und zart

Donauwelle

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, liebe ich die Kombination von Kirschen und Schoki. Deshalb gehört die Donauwelle zu meinen absoluten Favoriten. Die leckerste Donauwelle macht natürlich meine Oma. Für den Geburtstag meiner Mama backt Oma dieses Jahr ihre Nuss-Sahne-Torte. Das Rezept dafür folgt natürlich bald. Somit kam mir die Ehre zuteil, mich an dem Blechkuchen zu versuchen. Wie ihr am Umfang des Rezepts seht, wird es langsam aufwendiger. Lasst euch von dem Anblick nicht entmutigen: Das hier vorgestellte Rezepte enthält mehrere Varianten und wirkt damit deutlich länger, als es eigentlich ist.  

Etwas Zeit sollte man jedoch einplanen, da Boden und Vanillepudding vor der Weiterverarbeitung auskühlen müssen. Die Mühe lohnt sich. Spätestens wenn man sich beim ersten Bissen durch den zarten Schokoguss, die samtige Creme und den fluffigen Kuchen als Krönung mit einer fruchtigen Kirsche, die Donauwelle auf der Zunge zergehen lässt.

Donauwelle - die kleine Windmuehle

An Zutaten für die Donauwelle braucht ihr:

Teig:

  • 250 g Margarine
  • 375 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 15-20 g bzw. 3-4  EL Kakaopulver (1 EL = 5 g Kakao)

Belag:

  • 2 Gläser Sauerkirschen (je 350 g Abtropfgewicht)

Buttercreme:

  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanille (dafür Zutaten nach Packungsanleitung: Ein paar EL Zucker und ½ l Milch)
  • 100 g Zucker
  • 250 g weiche Butter

Variante 1 Schokoguss:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 50 g Kokosfett/Palmin

Variante 2 – Schokocreme

 

  • 62,5 g Kokosfett/Palmin
  • 1 (möglichst kleines) Ei
  • 1,5 EL Kakao
  • 1,5 EL Puderzucker
  • 1 EL Milch

 

Donauwelle - die kleine Windmuehle

Zubereitung Donauwelle:

Vor dem Backen die Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen, das Backblech fetten und den Backofen vorheizen.

Mit allen Zutaten – bis auf das Kakaopulver – den Donauwelle Rührteig zubereiten.

Den Teig in zwei gleich große Hälften teilen und den ersten Teil auf das gefettete Backblech geben. Das Verhältnis von hellem zu dunklem Teig lässt sich ganz nach Belieben variieren.

Die zweite Hälfte mit dem Kakao verrühren und anschließend über den hellen Teig geben. Darauf werden dann die Kirschen verteilt und ganz leicht in den Teig gedrückt.

Im unteren Drittel des Ofens für etwa 30-35 (Holzstäbchen-Probe) Minuten bei 180 Grad backen.

Den Boden abkühlen lassen bevor der Belag hinzu kommt.


Für die Buttercreme aus Puddingpulver, Zucker und Milch den Pudding nach Packungsanleitung zubereiten und kalt werden lassen. Damit sich keine Haut bildet, legt ihr direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings Frischhaltefolie.

Weiche Butter mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding zunächst durchrühren und dann esslöffelweise unter die Butter rühren. Sehr wichtig: Butter und Pudding sollten Zimmertemperatur haben, auf jeden Fall die gleiche Temperatur, da die Buttercreme sonst gerinnt.

Den ausgekühlten Boden der Donauwelle gleichmäßig mit der Buttercreme bestreichen und den Kuchen etwa eine Stunde kalt stellen.


Mein Tipp: Variante 1 – Schokoguss

Für das Original-Rezept meiner Oma zu Variante 2 runterscrollen.

Die Zartbitterschokolade (ich nehme mindestens 65 % Kakaoanteil, fair gehandelte Bioschokolade) grob zerkleinern und mit dem Palmin bei schwacher Hitze schmelzen.

Meist wird dafür ein Wasserbad empfohlen, ich mache das allerdings in der Mikrowelle: Dafür in einer Schüssel die Schoki mehrmals für einige Sekunden bei 600/700 W erhitzen. Zwischendurch umrühren. So lange bis nur noch wenige Stückchen fest sind. Die schmelzen dann durch das Verrühren mit der restlichen heißen Schokolade.

Den Guss auf die fest gewordene Buttercreme geben.


Variante 2 – Schokocreme:

Alternativ zum traditionellen, festen Schokoguss eignet sich Omas Schokocreme, weil sie nicht ganz so hart wird und sich besser schneiden lässt als feste Kuvertüre:

Zucker, Kakao und Milch gut mit dem Ei verquirlen. Das zerlassene Fett nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben.

Nach Geschmack kann man Kognak, Rum oder Vanillezucker hinzugeben.

 

Unabhängig von der Art des Guss’: Für die Deko kann man die Donauwelle direkt mit Hilfe eines Tortengarnierkammes verzieren oder mit frischen Kirschen, teils in Schokolade getaucht, Schokostreuseln usw. verzieren.

Viel Spaß beim backen und schlemmen!

Donauwelle - die kleine Windmuehle


Epilog Versuchsküche

Auf dem Bild seht ihr verschiedene Varianten der Schoko-Toppings. Geschmeckt haben übrigens alle.

donauwelle-epilog-schokogussMeine Mama – einer der größten Schokifans auf Erden – hatte sich für ihren Geburtstagskuchen “richtige” Schokolade auf der Donauwelle gewünscht. Dem habe ich natürlich entsprochen, wollte aber auch gerne Omas Original probieren, so gab es beides. Die Herausforderung bei Omas Schokocreme besteht darin, die richtige Temperatur für eine gute Streichfähigkeit zu erlangen. Mir ist das leider nicht geglückt. Nun könnt ihr aus meinem Fehler lernen: Sprich, die Schokoladencreme sollte nicht zu kalt sein. Denn ist sie zu kalt, lässt sich nicht gut verteilen und die Mengenangabe haut nicht mehr hin. Daher habe ich im nächsten Anlauf versucht, die Creme zu erhitzen, aber das war auch nicht viel besser. Ich weiß nicht, ob es daran lag, das sie dann zu heiß war. Jedenfalls fand ich sie zu flüssig und dünn. Also deckte sie nicht richtig ab oder floß davon, weil die Buttercremeoberfläche nicht hundertprozentig plan war…

Mein Fazit deshalb: Nehmt den Schokoguss. Vor dem Hintergrund, dass beide Varianten lecker schmecken, ist der Schokoguss um Längen einfacher und damit schneller in der Herstellung und Verarbeitung. Und Dank des Hinweises meiner Oma, das “normale” Kuvertüre zu fest sei und ich Palmin verwendet habe, war die Schnittfähigkeit auch gegeben.

Alternativ zur Buttercreme/Schokoguss: Tortenguss

Wenn es schnell gehen und weniger mächtig sein soll, kann man Buttercreme und Schokoguss einfach weglassen und stattdessen Tortenguss als Belag nehmen. Dafür einen ½ l Sauerkirschsaft  und ein Päckchen Tortenguss nehmen und beispielsweise mit Schokoladenstreuseln verzieren. Der Kuchen ist sicherlich auch sehr lecker so – aber ob er sich dann noch Donauwelle nennen darf, sei mal dahingestellt…

süß und zart - Omas beste Donauwelle - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

Nuss-Nougat-Torte

 ultra cremige

Nuss-Nougat-Torte

Nun folgt, wie versprochen, auf das Sahne-Nuss-Torte-Rezept die Variante für Schokoliebhaber. Es handelt sich hierbei um das gleiche Rezept für den Teig (nur ohne die Nüsse). Der Belag wird hier mit Nuss-Nougat abgewandelt und entweder auf Sahne- oder auf Buttercreme-Basis zu einer dekadenten Schleckerei. Auch Nutellafans kommen bei dieser Alternative wirklich auf ihre Kosten. Mit dem fluffigen Biskuitboden und der samtigen Nuss-Nougat-Creme schwebt man definitiv im siebten Tortenhimmel.

Lange Zeit konnte ich die Nuss-Nougat-Torte leider nicht mehr sehen. Als Kind war es meine absolute Lieblingstorte. Deshalb gab es sie bei jeder Gelegenheit. Wirklich jeder. Jedem Geburtstag, Weihnachten, Ostern, immer. Und ich habe Unmengen davon verdrückt. Gar möchte ich behaupten, dass kein Kind jemals soviel Nuss-Nougat-Torte verspeist hat wie ich. Vielleicht ist meine Oma deshalb irgendwann dazu übergegangen, statt der etwas mächtigeren Buttercreme, Sahne für die Creme zu verwenden.

Nuss-Nougat-Torte nah Stück aufgeschnitten

Das braucht ihr für die Nuss-Nougat-Torte:

Für den Biskuitboden:

  • 150 g Zucker
  • 1 Vanille Zucker
  • 4-5 Eier (6 falls klein)
  • 8 EL heißes Wasser
  • Knapp 200 g Mehl mit 1 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • ½ Päckchen Backpulver

Für den Belag:

  • 100 g Nuss-Nougat (oder Nutella)

Und entweder

  • 1 l Sahne

oder

  • ½ l Pudding mit einem Päckchen Puddingpulver Vanille (erfordert ½ l Milch)
  • 100 g Butter
  • 1,5 EL Zucker

Optional: Schoko-Dekor

Nuss-Nougat-Torte nah Zoom Markro1

Der Biskuitteig für die Nuss-Nougat-Torte wird so gemacht:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber nicht den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. 150 g Zucker und 1 Päckchen Vanille Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst das heiße Wasser und dann die drei Eigelb jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehlmischung (insgesamt nicht mehr als 200 g!) unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein Päckchen Puddingpulver oder etwas Paniermehl ersetzen.

Den Teig in einer Springform für 30-40 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen (Stäbchenprobe).

Den ausgekühlten Boden in drei gleich dicke Böden aufteilen.

 

Für den Belag entweder einen Liter Sahne schlagen oder eine Buttercreme zubereiten.

Für die Buttercreme den Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und gleichzeitig die Butter warm werden lassen. Es ist wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 1,5 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten (!) Pudding esslöffelweise unterheben.

Wer mag, kann jeweils ein wenig (2-3 EL) von der Creme für die Deko beiseitestellen.

Nun das Nuss-Nougat, respektive die Nutella, durch die geschlagene Sahne oder die Buttercreme ziehen.

Die Böden mit der Creme bestreichen, übereinander legen und den Kuchen von außen bestreichen.

Nuss-Nougat-Torte nah Zoom Markro2

Deko gefällig?

Wer mag, kann zu guter Letzt noch reichlich dekorieren. Zum Beispiel mit der beiseitegestellten Creme Tüpfchen auf der Torte verteilen. Die helle Creme auf dem dunklen Belag ist ein schöner Kontrast. Auf den Bildern seht ihr, dass ich den Tipp meiner Oma beherzigt habe: hauchfeine Schokoplättchen diagonal halbieren und auf die Torte stecken. Damit könnt ihr wirklich Eindruck schinden. Haha, in diesem Sinne: Viel Spaß beim Zaubern!

Omas super cremige Nuss-Nougat-Torte - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

 

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz

klassisch, cremig und süß

Frankfurter Kranz ostwestfälisch

Offenkundig stammt dieser Klassiker des deutschen Konditorhandwerks nicht aus Ostwestfalen. Die Buttercreme-Biskuit-Torte ist dennoch standardmäßig auf der Kaffeetafel unserer Familie zu finden und noch dazu einer der Lieblingskuchen von meiner Mama. Schon allein deshalb wollte ich ihn mir so gerne von meiner Oma zeigen lassen. Den ostwestfälischen Touch erhält der Frankfurter Kranz durch die Marmeladenschicht in der Füllung. Am liebsten natürlich mit Omas hausgemachter Erdbeermarmelade. Theoretisch bietet sich hier natürlich eine gute Möglichkeit, eure Kreativität auszuleben und die Torte ganz nach individuellem Belieben anzupassen. Allein die Fülle an verschiedenen Marmeladen- oder Geleesorten bietet ja schon Vielfalt. Aber wie wäre es mal, ganz was Neues auszutesten: Schokoladensoße oder Erdnusscreme?

Frankfurter Kranz von Innen

cremiger Frankfurter Kranz

Zutaten für den Frankfurter Kranz:

Biskuitteig:

  • 4-5 Eier (bei kleinen 6)
  • 200 g Mehl (einschließlich etwas Puddingpulver Vanille oder Kartoffelmehl)
  • 150 g Zucker (wenn ihr kein Puddingpulver Vanille nehmt, dann kommt hier 1 Pck. Vanille Zucker hinzu)
  • 8 EL heißes Wasser

Belag:

  • 1 l Vanillepudding (mit 2 Päckchen Puddingpulver Vanille und 1 l Milch)
  • 225 g (?1/2 Pfund) Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Glas Erdbeermarmelade

Deko:

  • 100 g gehackte Mandeln oder fertiges Haselnusskrokant

Den Biskuitboden für den Frankfurter Kranz macht ihr so:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst die 8 EL Wasser und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehl-Mischung unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Kartoffelmehl bzw. Puddingpulver ersetzen (etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl), die Gesamtmenge sollte 200 g nicht überschreiten.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen.

Für den Belag des Frankfurter Kranz macht ihr eine Buttercreme:

Einen Liter Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet, könnt ihr den Pudding zum Beispiel mit Frischhaltefolie abdecken. Für die Weiterverarbeitung ist es immens wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 3 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding esslöffelweise unterheben.

Den Kranz zwei mal durchschneiden, sodass man etwa drei gleich große Böden erhält.

Auf jeden Boden zunächst dünn Marmelade und darauf dann die Buttercreme streichen.

Anschließend die Böden wieder aufeinanderstapeln und von außen mit der Creme bestreichen.

Für die Deko zum Beispiel 100 g gehackte Mandeln in einer Pfanne golden rösten. Alternativ kann man auch fertiges Haselnusskrokant verwenden. Die Deko-Nüsse nun von allen Seiten gegen den Kranz werfen. Das braucht ein, zwei Durchgänge bis überall eine gleichmäßige Schicht aus gerösteten Nüssen an der Creme klebt.

Guten Appetit!

PS: Falls sich jemand traut, auch mal was anderes als Marmelade zu testen, gebt mir unbedingt Bescheid.

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz von oben

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