Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Schlagwort: Buttercreme

Donauwelle - die kleine Windmuehle

Donauwelle

süß und zart

Donauwelle

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, liebe ich die Kombination von Kirschen und Schoki. Deshalb gehört die Donauwelle zu meinen absoluten Favoriten. Die leckerste Donauwelle macht natürlich meine Oma. Für den Geburtstag meiner Mama backt Oma dieses Jahr ihre Nuss-Sahne-Torte. Das Rezept dafür folgt natürlich bald. Somit kam mir die Ehre zuteil, mich an dem Blechkuchen zu versuchen. Wie ihr am Umfang des Rezepts seht, wird es langsam aufwendiger. Lasst euch von dem Anblick nicht entmutigen: Das hier vorgestellte Rezepte enthält mehrere Varianten und wirkt damit deutlich länger, als es eigentlich ist.  

Etwas Zeit sollte man jedoch einplanen, da Boden und Vanillepudding vor der Weiterverarbeitung auskühlen müssen. Die Mühe lohnt sich. Spätestens wenn man sich beim ersten Bissen durch den zarten Schokoguss, die samtige Creme und den fluffigen Kuchen als Krönung mit einer fruchtigen Kirsche, die Donauwelle auf der Zunge zergehen lässt.

Donauwelle - die kleine Windmuehle

An Zutaten für die Donauwelle braucht ihr:

Teig:

  • 250 g Margarine
  • 375 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 15-20 g bzw. 3-4  EL Kakaopulver (1 EL = 5 g Kakao)

Belag:

  • 2 Gläser Sauerkirschen (je 350 g Abtropfgewicht)

Buttercreme:

  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanille (dafür Zutaten nach Packungsanleitung: Ein paar EL Zucker und ½ l Milch)
  • 100 g Zucker
  • 250 g weiche Butter

Variante 1 Schokoguss:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 50 g Kokosfett/Palmin

Variante 2 – Schokocreme

 

  • 62,5 g Kokosfett/Palmin
  • 1 (möglichst kleines) Ei
  • 1,5 EL Kakao
  • 1,5 EL Puderzucker
  • 1 EL Milch

 

Donauwelle - die kleine Windmuehle

Zubereitung Donauwelle:

Vor dem Backen die Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen, das Backblech fetten und den Backofen vorheizen.

Mit allen Zutaten – bis auf das Kakaopulver – den Donauwelle Rührteig zubereiten.

Den Teig in zwei gleich große Hälften teilen und den ersten Teil auf das gefettete Backblech geben. Das Verhältnis von hellem zu dunklem Teig lässt sich ganz nach Belieben variieren.

Die zweite Hälfte mit dem Kakao verrühren und anschließend über den hellen Teig geben. Darauf werden dann die Kirschen verteilt und ganz leicht in den Teig gedrückt.

Im unteren Drittel des Ofens für etwa 30-35 (Holzstäbchen-Probe) Minuten bei 180 Grad backen.

Den Boden abkühlen lassen bevor der Belag hinzu kommt.


Für die Buttercreme aus Puddingpulver, Zucker und Milch den Pudding nach Packungsanleitung zubereiten und kalt werden lassen. Damit sich keine Haut bildet, legt ihr direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings Frischhaltefolie.

Weiche Butter mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding zunächst durchrühren und dann esslöffelweise unter die Butter rühren. Sehr wichtig: Butter und Pudding sollten Zimmertemperatur haben, auf jeden Fall die gleiche Temperatur, da die Buttercreme sonst gerinnt.

Den ausgekühlten Boden der Donauwelle gleichmäßig mit der Buttercreme bestreichen und den Kuchen etwa eine Stunde kalt stellen.


Mein Tipp: Variante 1 – Schokoguss

Für das Original-Rezept meiner Oma zu Variante 2 runterscrollen.

Die Zartbitterschokolade (ich nehme mindestens 65 % Kakaoanteil, fair gehandelte Bioschokolade) grob zerkleinern und mit dem Palmin bei schwacher Hitze schmelzen.

Meist wird dafür ein Wasserbad empfohlen, ich mache das allerdings in der Mikrowelle: Dafür in einer Schüssel die Schoki mehrmals für einige Sekunden bei 600/700 W erhitzen. Zwischendurch umrühren. So lange bis nur noch wenige Stückchen fest sind. Die schmelzen dann durch das Verrühren mit der restlichen heißen Schokolade.

Den Guss auf die fest gewordene Buttercreme geben.


Variante 2 – Schokocreme:

Alternativ zum traditionellen, festen Schokoguss eignet sich Omas Schokocreme, weil sie nicht ganz so hart wird und sich besser schneiden lässt als feste Kuvertüre:

Zucker, Kakao und Milch gut mit dem Ei verquirlen. Das zerlassene Fett nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben.

Nach Geschmack kann man Kognak, Rum oder Vanillezucker hinzugeben.

 

Unabhängig von der Art des Guss’: Für die Deko kann man die Donauwelle direkt mit Hilfe eines Tortengarnierkammes verzieren oder mit frischen Kirschen, teils in Schokolade getaucht, Schokostreuseln usw. verzieren.

Viel Spaß beim backen und schlemmen!

Donauwelle - die kleine Windmuehle


Epilog Versuchsküche

Auf dem Bild seht ihr verschiedene Varianten der Schoko-Toppings. Geschmeckt haben übrigens alle.

donauwelle-epilog-schokogussMeine Mama – einer der größten Schokifans auf Erden – hatte sich für ihren Geburtstagskuchen “richtige” Schokolade auf der Donauwelle gewünscht. Dem habe ich natürlich entsprochen, wollte aber auch gerne Omas Original probieren, so gab es beides. Die Herausforderung bei Omas Schokocreme besteht darin, die richtige Temperatur für eine gute Streichfähigkeit zu erlangen. Mir ist das leider nicht geglückt. Nun könnt ihr aus meinem Fehler lernen: Sprich, die Schokoladencreme sollte nicht zu kalt sein. Denn ist sie zu kalt, lässt sich nicht gut verteilen und die Mengenangabe haut nicht mehr hin. Daher habe ich im nächsten Anlauf versucht, die Creme zu erhitzen, aber das war auch nicht viel besser. Ich weiß nicht, ob es daran lag, das sie dann zu heiß war. Jedenfalls fand ich sie zu flüssig und dünn. Also deckte sie nicht richtig ab oder floß davon, weil die Buttercremeoberfläche nicht hundertprozentig plan war…

Mein Fazit deshalb: Nehmt den Schokoguss. Vor dem Hintergrund, dass beide Varianten lecker schmecken, ist der Schokoguss um Längen einfacher und damit schneller in der Herstellung und Verarbeitung. Und Dank des Hinweises meiner Oma, das “normale” Kuvertüre zu fest sei und ich Palmin verwendet habe, war die Schnittfähigkeit auch gegeben.

Alternativ zur Buttercreme/Schokoguss: Tortenguss

Wenn es schnell gehen und weniger mächtig sein soll, kann man Buttercreme und Schokoguss einfach weglassen und stattdessen Tortenguss als Belag nehmen. Dafür einen ½ l Sauerkirschsaft  und ein Päckchen Tortenguss nehmen und beispielsweise mit Schokoladenstreuseln verzieren. Der Kuchen ist sicherlich auch sehr lecker so – aber ob er sich dann noch Donauwelle nennen darf, sei mal dahingestellt…

süß und zart - Omas beste Donauwelle - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

Nuss-Nougat-Torte

 ultra cremige

Nuss-Nougat-Torte

Nun folgt, wie versprochen, auf das Sahne-Nuss-Torte-Rezept die Variante für Schokoliebhaber. Es handelt sich hierbei um das gleiche Rezept für den Teig (nur ohne die Nüsse). Der Belag wird hier mit Nuss-Nougat abgewandelt und entweder auf Sahne- oder auf Buttercreme-Basis zu einer dekadenten Schleckerei. Auch Nutellafans kommen bei dieser Alternative wirklich auf ihre Kosten. Mit dem fluffigen Biskuitboden und der samtigen Nuss-Nougat-Creme schwebt man definitiv im siebten Tortenhimmel.

Lange Zeit konnte ich die Nuss-Nougat-Torte leider nicht mehr sehen. Als Kind war es meine absolute Lieblingstorte. Deshalb gab es sie bei jeder Gelegenheit. Wirklich jeder. Jedem Geburtstag, Weihnachten, Ostern, immer. Und ich habe Unmengen davon verdrückt. Gar möchte ich behaupten, dass kein Kind jemals soviel Nuss-Nougat-Torte verspeist hat wie ich. Vielleicht ist meine Oma deshalb irgendwann dazu übergegangen, statt der etwas mächtigeren Buttercreme, Sahne für die Creme zu verwenden.

Nuss-Nougat-Torte nah Stück aufgeschnitten

Das braucht ihr für die Nuss-Nougat-Torte:

Für den Biskuitboden:

  • 150 g Zucker
  • 1 Vanille Zucker
  • 4-5 Eier (6 falls klein)
  • 8 EL heißes Wasser
  • Knapp 200 g Mehl mit 1 Päckchen Puddingpulver Vanille
  • ½ Päckchen Backpulver

Für den Belag:

  • 100 g Nuss-Nougat (oder Nutella)

Und entweder

  • 1 l Sahne

oder

  • ½ l Pudding mit einem Päckchen Puddingpulver Vanille (erfordert ½ l Milch)
  • 100 g Butter
  • 1,5 EL Zucker

Optional: Schoko-Dekor

Nuss-Nougat-Torte nah Zoom Markro1

Der Biskuitteig für die Nuss-Nougat-Torte wird so gemacht:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber nicht den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. 150 g Zucker und 1 Päckchen Vanille Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst das heiße Wasser und dann die drei Eigelb jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehlmischung (insgesamt nicht mehr als 200 g!) unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein Päckchen Puddingpulver oder etwas Paniermehl ersetzen.

Den Teig in einer Springform für 30-40 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen (Stäbchenprobe).

Den ausgekühlten Boden in drei gleich dicke Böden aufteilen.

 

Für den Belag entweder einen Liter Sahne schlagen oder eine Buttercreme zubereiten.

Für die Buttercreme den Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und gleichzeitig die Butter warm werden lassen. Es ist wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 1,5 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten (!) Pudding esslöffelweise unterheben.

Wer mag, kann jeweils ein wenig (2-3 EL) von der Creme für die Deko beiseitestellen.

Nun das Nuss-Nougat, respektive die Nutella, durch die geschlagene Sahne oder die Buttercreme ziehen.

Die Böden mit der Creme bestreichen, übereinander legen und den Kuchen von außen bestreichen.

Nuss-Nougat-Torte nah Zoom Markro2

Deko gefällig?

Wer mag, kann zu guter Letzt noch reichlich dekorieren. Zum Beispiel mit der beiseitegestellten Creme Tüpfchen auf der Torte verteilen. Die helle Creme auf dem dunklen Belag ist ein schöner Kontrast. Auf den Bildern seht ihr, dass ich den Tipp meiner Oma beherzigt habe: hauchfeine Schokoplättchen diagonal halbieren und auf die Torte stecken. Damit könnt ihr wirklich Eindruck schinden. Haha, in diesem Sinne: Viel Spaß beim Zaubern!

Omas super cremige Nuss-Nougat-Torte - Rezept auf www.diekleinewindmuehle.de

 

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz

klassisch, cremig und süß

Frankfurter Kranz ostwestfälisch

Offenkundig stammt dieser Klassiker des deutschen Konditorhandwerks nicht aus Ostwestfalen. Die Buttercreme-Biskuit-Torte ist dennoch standardmäßig auf der Kaffeetafel unserer Familie zu finden und noch dazu einer der Lieblingskuchen von meiner Mama. Schon allein deshalb wollte ich ihn mir so gerne von meiner Oma zeigen lassen. Den ostwestfälischen Touch erhält der Frankfurter Kranz durch die Marmeladenschicht in der Füllung. Am liebsten natürlich mit Omas hausgemachter Erdbeermarmelade. Theoretisch bietet sich hier natürlich eine gute Möglichkeit, eure Kreativität auszuleben und die Torte ganz nach individuellem Belieben anzupassen. Allein die Fülle an verschiedenen Marmeladen- oder Geleesorten bietet ja schon Vielfalt. Aber wie wäre es mal, ganz was Neues auszutesten: Schokoladensoße oder Erdnusscreme?

Frankfurter Kranz von Innen

cremiger Frankfurter Kranz

Zutaten für den Frankfurter Kranz:

Biskuitteig:

  • 4-5 Eier (bei kleinen 6)
  • 200 g Mehl (einschließlich etwas Puddingpulver Vanille oder Kartoffelmehl)
  • 150 g Zucker (wenn ihr kein Puddingpulver Vanille nehmt, dann kommt hier 1 Pck. Vanille Zucker hinzu)
  • 8 EL heißes Wasser

Belag:

  • 1 l Vanillepudding (mit 2 Päckchen Puddingpulver Vanille und 1 l Milch)
  • 225 g (≙1/2 Pfund) Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Glas Erdbeermarmelade

Deko:

  • 100 g gehackte Mandeln oder fertiges Haselnusskrokant

Den Biskuitboden für den Frankfurter Kranz macht ihr so:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst die 8 EL Wasser und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehl-Mischung unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Kartoffelmehl bzw. Puddingpulver ersetzen (etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl), die Gesamtmenge sollte 200 g nicht überschreiten.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen.

Für den Belag des Frankfurter Kranz macht ihr eine Buttercreme:

Einen Liter Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet, könnt ihr den Pudding zum Beispiel mit Frischhaltefolie abdecken. Für die Weiterverarbeitung ist es immens wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 3 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding esslöffelweise unterheben.

Den Kranz zwei mal durchschneiden, sodass man etwa drei gleich große Böden erhält.

Auf jeden Boden zunächst dünn Marmelade und darauf dann die Buttercreme streichen.

Anschließend die Böden wieder aufeinanderstapeln und von außen mit der Creme bestreichen.

Für die Deko zum Beispiel 100 g gehackte Mandeln in einer Pfanne golden rösten. Alternativ kann man auch fertiges Haselnusskrokant verwenden. Die Deko-Nüsse nun von allen Seiten gegen den Kranz werfen. Das braucht ein, zwei Durchgänge bis überall eine gleichmäßige Schicht aus gerösteten Nüssen an der Creme klebt.

Guten Appetit!

PS: Falls sich jemand traut, auch mal was anderes als Marmelade zu testen, gebt mir unbedingt Bescheid.

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz von oben

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