Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Kategorie: Süßes

kalter Hund - Die kleine Windmuehle

kalter Hund

Kuchen ohne backen

Kalter Hund – Schoko-Keks-Kuchen – Willkommen in 2017

Endlich melde ich mich wieder mit einem neuen alten Rezept zurück. Ein Klassiker, Traum für Schoko-und-Keks-Liebhaber: kalter Hund nach Oma. Ich muss gestehen, bevor ich das Rezept für euch ausprobiert habe, habe ich schon ganz lange keinen kalten Hund mehr gegessen. Eine Schande, denn er ist nicht nur super lecker, sondern auch ziemlich einfach und rasch gemacht. Außerdem kann man ihn sehr gut vorbereiten. Die Schoko-Creme nach dem Rezept meiner Oma ist super soft und herrlich aromatisch. Am besten schmeckt mir der kalte Hund, wenn er schön durchgezogen ist. Wie ist das bei euch?   

kalter Hund - Die kleine Windmuehle

Was steht sonst in 2017 bei der kleinen Windmuehle an? Es wird natürlich weiterhin viele großartige, leckere Rezepte von meiner Oma und vielleicht auch mir geben. Garniert mit ein paar Geschichten. Ein kleiner Appetitmacher auf die nächsten Rezepte: Es wird bald eine schokoladige Variation eines Käsekuchens geben und in Sachen Obst spielen Äpfel weiterhin eine große Rolle. Ich will noch nicht zu viel verraten. Lasst euch überraschen.

Zudem möchte ich die Gelegenheit nutzen, euch zu fragen, was ihr gerne lesen möchtet? Habt ihr mehr Lust auf Torten, Kuchen oder Kleinigkeiten? Braucht ihr detaillierte Beschreibungen in den Rezepten? Habt ihr Lust auf Herausforderungen? Was interessiert euch am meisten? Ihr braucht keinen Roman zu schreiben, Stichworte genügen mir vollkommen. Nutzt die Kommentarfunktion oder mailt mir info@diekleinewindmuehle.de.

kalter Hund - Die kleine Windmuehle

Für den kalten Hund braucht ihr:

  • 18 Kekse (z. B. Butterkekse)

Für die Schokocreme:

  • 125 g Kokosfett/Palmin
  • 1 Ei
  • 3 EL Kakaopulver
  • 3 EL feiner Zucker
  • 2 EL Milch

kalter Hund - Die kleine Windmuehle

So bereitet ihr den Kalter Hund / Schoko-Keks-Kuchen zu:

Für die Schokocreme Zucker, Kakao und Milch gut mit dem Ei verquirlen. Das zerlassene Fett nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben. Nach Geschmack kann man Kognak, Rum oder Vanille Zucker hinzugeben.

Eine Kastenform mit Pergamentpapier/Backpapier auslegen.kalter Hund - Die kleine Windmuehle

Abwechselnd Kekse und Schokocreme schichten. Mit einer Schicht aus
Schokocreme enden.

 

Anschließend am besten über Nacht kalt stellen und fest werden lassen. Etwa zwei, drei Stunden im Kühlschrank sollten es aber auch tun.

Da er sich ein paar Tage hält, besteht ein weiterer Vorteil, abgesehn davon, dass ihr keinen Ofen braucht, darin dass er sich locker 2–3 Tage im Voraus zubereiten lässt.

Viel Spaß beim zaubern Kinnas

kalter Hund - Die kleine Windmuehle

Apfelpfannkuchen

Appel Pannekoken – ostwestfälische Apfelpfannkuchen

Fruchtige und sättigende

Appel Pannekoken – ostwestfälische Apfelpfannkuchen

Bi us küet wi platt. (Bei uns in Ostwestfalen sprechen wir Plattdeutsch.) Vor allem auf dem Land und natürlich auf jedem Dorf ein wenig anders. Wer aus Norddeutschland kommt, weiß wovon ich rede. Leider ist dieses Kulturgut dabei auszusterben. Immer weniger wird die Mundart an nachfolgende Generationen – wie meine – weitergegeben. So verstehe ich zum Beispiel noch fast alles, aber das Reden fällt mir extrem schwer. Ziemlich schade, zumal das Plattdeutsche auch sehr praktisch ist, um unsere Nachbarn, die Holländer zu verstehen. Mein Opa spricht im Urlaub in Holland immer Platt und kommt sehr gut damit aus. Wusstet ihr, dass sowohl Niederländisch als auch Hochdeutsch aus dem Plattdeutschen entstanden sind?

Wer die Niederlande mag, wird auch Poffertjes kennen. Diese kleinen leckeren Mini-Pfannkuchen mit Puderzucker und Butter sind, wie die Sprache, ein wenig verwandt. Aber nicht gleich. Der Apfelpfannkuchen aus Ostwestfalen ist nicht so fluffig wie das hollandische Pancake-Pendant, sondern fester in der Konsistenz. Da sie so sättigend sind, gibt es die Apfelpfannkuchen bei uns oft als richtige Mahlzeit. Geschmacklich geht’s eher in Richtung Eierkuchen. Der Fruchtkick der Äpfel verleiht den Appel Pannekoken ihre typische Note und Süße.

Apfelpfannkuchen Detail - Die kleine Windmuehle

Für eine Familienportion Appel Pannekoken / ostwestfälischen Apfelpfannkuchen braucht ihr:

  • 5 Eier
  • 250 g Zucker
  • ¼ l Milch
  • 500-700 g Mehl
  • 1 Päckchen (15 g) Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 4-5 Äpfel
  • Öl zum braten

Appel Pannekoken sind schnell und einfach gemacht:

Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden und aus den restlichen Zutaten den Teig für die Apfelpfannkuchen mischen.

Das Öl in einer Pfanne heiß werden lassen.

Die Äpfelscheiben in die Pfanne legen und den Teig drüber füllen.

Wenn sie leicht braun werden, wenden und die andere Seite fertig braten.

Tipp: Da ich kein Fan von Öl oder Frittiertem bin, lege ich die fertigen Pannekoken erst mal “zum Trocknen” auf Küchenkrepp.

Mit Zucker servieren und mügget gau ran (langt zu)!

2016-07-27_Pinterest_Apfelpfannkuchen

Erdbeer-Quarkspeise von oben

Erdbeer-Quarkspeise

Cremig und fruchtig

Erdbeer-Quarkspeise

Ihr seid auf der Suche nach einem leckeren Nachtisch, der schnell zubereitet ist? Ihr mögt es gerne cremig und fruchtig? Dann ist das Standard-Dessert-Rezept von meiner Oma genau das Richtige für euch! Super einfach aus nur drei Zutaten – Erdbeeren, Quark und Sahne – ist die Erdbeer-Quarkspeise fix gemacht.

Besonders toll ist es natürlich, wenn man in der Erdbeerzeit seine selbstgepflückten Früchte verarbeiten kann. Notfalls ginge es zwar abseits der Erdbeersaison mit gefrorenen Früchten, das halte ich persönlich jedoch für wenig nachhaltig und unökologisch. Ok, manchmal hat man ja noch Reste der “eigenen” Ernte im Tiefkühlfach. Ja, so etwas gibt es auch in der Großstadt. Ich bin nämlich ein großer Fan davon, im Frühling mit Freunden ins Berliner Umland zu fahren, Erdbeeren zu pflücken und dabei gefühlt das erste Kilo zu naschen. Das zweite Kilo gibt es dann abends im Park als Beilage und Dessert zum Grillen. Aus dem dritten oder vierten Kilo koche ich zuhause Marmelade, mache diesen Nachtisch und friere die restlichen Erdbeeren ein. Und wieviel schafft ihr an einem Nachmittag im Grünen zu ernten?

Erdbeer-Quarkspeise

Erdbeer-Quarkspeise

Für eine Schüssel Erdbeer-Quarkspeise (circa 6-8 Portionen) braucht ihr:

  • 450 g Erdbeeren (Original: 1 Pfund Früchte)
  • 250 g Quark
  • 1 Becher Sahne
  • Ca. 2 EL Zucker

So gelingt die Erdbeer-Quarkspeise:

Zunächst das Obst pürieren. Anschließend erst den Quark und dann die steif geschlagene Sahne unter das Obstpüree heben. Mit ein wenig Zucker abschmecken. Fertig!

Erdbeer-Quarkspeise

Die Menge für den Zucker lässt sich nicht genau angeben, weil das immer von der Süße der Früchte und natürlich persönlichen Vorlieben abhängt. Bei mir waren die frischen Erdbeeren noch nicht die reifesten und somit kamen locker 5-6 EL Zucker rein. Davon habe ich zur Hälfte Vanillin Zucker genommen, weil ich eine kleine Vanille-Note zu Erdbeeren immer sehr lecker finde. Geschmacksache.

Von der Menge her reicht das Rezept für eine Familie oder ein Dinner mit Freunden.

Der Sommer kann kommen – viel Spaß beim Schlemmen!

Erdbeer-Quarkspeise von oben

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark

Außen knusprig, innen zart

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kirschen/Kiwi

Es müssen ja nicht immer Kuchen und Torten sein. Leckere Versuchungen gibt es zuhauf. Die Mohnwaffeln gehören auf jeden Fall dazu und jeder sollte sie mal gekostet haben. Auf den Wunsch eines ganz besonderen Menschen folgt nun ein Rezept, das ausnahmsweise nicht von meiner Oma ist, sondern frech auf mein belgisches Waffeleisen adaptiert. Das Original findet ihr hier. Einen Touch Ostwestfalen möchte ich trotzdem unterbringen, indem ich den Zitronenquark als Beilage ans Herz lege. Obwohl die Waffeln pur schon total lecker sind.

Wer ähnlich viel Spaß am Toppings und Zutaten Mixen und Kombinieren hat, dem stehen über klassisch mit Puderzucker essen einige Türen offen.

Als Topping eignen sich frische Früchte, wie Kiwi*, Kaki, Mango (auch gut als Püree), Birne, rote Beeren. Wenn ihr spontan Lust auf die Waffeln und gerade kein frisches Obst zur Hand habt, schaut mal, was sich im Vorratsschrank findet. In unserem Fall war es ein Glas Schattenmorellen. Wir hatten zwar noch Nüsse auf dem Tisch stehen, allerdings waren die Waffeln – die pur schon ein Traum sind – mit Quark, Obst und etwas Schoki schon so lecker und reichlich, dass wir es dabei belassen haben.

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kirschen

Die folgenden Zutaten ergeben etwa 12 Mohnwaffeln:

  • 125 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • ½-1 Päkchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 3 Eier
  • 200 g Mehl
  • 3 Msp. Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser (sprudelig, für knusprige Waffeln)
  • 250 g Mohn-Back

Zubereitung Waffelteig:

Butter, Zucker, 1 Prise Salz und Zitronenschale schaumig rühren. Die Eier einzeln einrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Milch-Mineralwasser-Mix unterrühren. Mohn-Back unterziehen.

Anschließend im Waffeleisen ausbacken und auf einem Rost abkühlen lassen.

Den Zitronenquark aus folgenden Zutaten anrühren:

  • 125 g Magerquark
  • Saft einer halben Zitrone
  • 3-5 EL Zucker (nach Geschmack)
  • Schokostreusel nach Geschmack

Zutaten gut miteinander verrühren. Zucker und Zitronensaft nach Geschmack hinzugeben.

Für intensiveren Zitrusgeschmack etwas Zitronenabrieb hinzufügen. Schokoholics können hier die Möglichkeit nutzen, Schokoraspeln unterzurühren.

Mit dem Obst servieren – bon apetit!

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kiwi

*Anmerkung: Quark mit den Kiwis nur frisch essen und nicht stehen lassen! Sonst schmeckt es nicht mehr, denn Kiwis reagieren mit Milchprodukten und bilden einen Bitterstoff. Also nur, wenn man die Kiwis direkt genießt, schmeckt es.

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