Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Monat: Oktober 2018

Kürbis-Torte

aromatisch und saftig

Ostwestfälische Kürbis-Torte

Ein weiteres gelungenes Experiment ist dieses Crossover: American Pumpkin Cake meets good old German Buttercreme. Saftig, aromatisch gewürzter Kürbis-Rührteig trifft auf eine zart-feste Vanillecreme. Über ein Jahr nach unserem großartigen Kalifornien Trip ist es einfach an der Zeit für eine kulinarische Hommage an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Was wäre typischer und leckerer als Pumpkin Cake im Herbst zur Kürbis Saison? Logischerweise konnte ich mich also nicht (komplett) an dem Rezepte-Pool meiner Oma bedienen und habe dieses Grundrezept ein wenig auf deutsch adaptiert. Mir war nur leider gar nicht nach dem dazugehörigen Frosting. Der Kuchen hat im Teig, meiner Meinung nach, einfach schon genug Zucker. Da ich befürchtete, es könnte zu süß und zu fettig werden, war mir die Buttercreme einfach lieber. Nicht, dass es jetzt ein Diät-Rezept wäre 😀 Aber im Ergebnis ist die Kombination von dem würzigen Kürbisboden mit der vanilligen Buttercreme absolut lecker! Für einen kurzen Moment hatte ich überlegt, auch die Creme mit dem Pimping Pie Spice zu würzen, aber das wäre irgendwie zu viel gewesen. Nun ergänzt die Vanillecreme den zimtigen Kürbiskuchengewürz-Geschmack perfekt. Die Konsistenz der Torte ist auch überragend geworden. Die Buttercreme ist fest genug für die Böden, da quetscht nichts raus und die Torte steht wie eine Eins 🙂 Was mir zudem sehr gut gefällt, ist die tolle, kräftige Farbe – dem Kürbis sei Dank. Am Rande bemerkt: Wusstet ihr, dass es sich bei dem Kürbis um die größte Beere handelt? Aufgrund der harten Außenschicht handelt es sich genauer gesagt um eine Panzerbeere.

Für die fantastische, westfälische Kürbis-Torte benötigt ihr die folgenden Zutaten:

Zutaten Böden:

  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 TL (5g) Natron
  • 3 ½ TL Pumpkin Pie Spice (oder 2 TL Zimt, 1 TL Muskatnuss, 1/2 Teelöffel Ingwer)
  • 350 g Zucker
  • Prise (1/2 TL) Salz
  • 170 g Butter (Zimmertemperatur, nicht schmelzen).
  • 4 große Eier
  • 60 ml (geschmacksneutrales) Pflanzenöl
  • 350-425 g Kürbis-Mus (Herstellung siehe Vorbereitung)
  • 120 ml Milch
  • 1 TL Vanilleextrakt (alternativ könnt ihr das Mark einer Vanilleschote verwenden)

Zutaten für die Buttercreme:

  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 5 EL Zucker
  • 500 ml Milch
  • 250 g Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt

Vor dem Backen:

Zuerst (EIN PAAR STUNDEN VOR DEM BACKEN) 0,5 Liter Vanillepudding kochen und abkühlen lassen. Achtung: braucht 3-4 Stunden zum Abkühlen. Sowie die 250 g Butter warm/auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Kürbismus bereiten: Einen halben Hokkaido entkernen, etwa 30 Minuten bei 180 Grad im Ofen garen, im Anschluss pürieren und abkühlen lassen.

Für die Kürbis-Böden:

Ofen auf 175 Grad vorheizen.

Die 22cm Backform(en) einfetten und bemehlen.

In die Rührschüssel die trockenen Zutaten Mehl mit Backpulver mischen/sieben, Natron, Gewürz(e), Zucker mischen. Nach und nach die zimmerwarme Butter hinzufügen, bis eine sandige Masse entsteht. Die Konsistenz kannst du so testen: Wenn du etwas von der Mischung zwischen deinen Fingern drückst, sollte sie zusammenkleben.

In einer weiteren Schüssel Eier, Öl, Kürbis, Milch und Vanille mischen. Alles gut verrühren und beiseitestellen.

Anschließend die Eimasse nach und nach unter den Mehl-Butter-Mix rühren. (Erst vorsichtig und langsam rühren, wenn es gut vermischt ist ruhig nochmal kurz kräftig mixen.)

Den Teig in die eingefettete und gemehlte Form geben.

Bei 170 Grad ca. 45-50 Minuten (je Form) backen (ich habe nur eine Form in der Größe und daher hintereinander gebacken. Wenn ihr zwei 22er Formen habt, könnt ihr die auch gleichzeitig reintun. Dann würde ich etwa 10-15 Min zur Backzeit draufschlagen. Aber sicherheitshalber gucken – ist ja bei jedem Ofen immer anders.).

10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann herausnehmen.

Für die Buttercreme:

Aus Puddingpulver, 5 EL Zucker und Milch den Pudding nach Packungsanleitung  zubereiten und kalt werden lassen. Damit sich keine Haut bildet, legt ihr direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings Frischhaltefolie.

Weiche Butter mit dem Mixer (Rührstäbe) geschmeidig rühren. Den erkalteten Pudding zunächst durchrühren und dabei den TL Vanilleextrakt untermischen, dann nach und nach unter die Butter rühren. Sehr wichtig: Butter und Pudding sollten Zimmertemperatur haben, auf jeden Fall die gleiche Temperatur, da die Buttercreme sonst gerinnt.

Für die Torten-Dekoration:

Wenn ihr zwei ausgekühlte Böden und die Buttercreme bei Zimmertemperatur habt, geht es ans Tortenwerk: Zunächst die Böden gleichmäßig schneiden. Bei mir ist der Teig (da ich nicht so, wie man es sollte, ordentlich gesiebt hatte) etwas ungleich aufgegangen. Die “Deckel” oder Nuppsies also einfach runterschneiden, damit zwei glatte Tortenböden-Oberflächen entstehen. Den ersten gleichmäßig mit etwa einem Drittel der Buttercreme bestreichen, dann den Zweiten auflegen. Ein weiteres Drittel der Buttercreme auf und um den Kuchen verteilen. Das letzte Drittel habe ich mit dem Spritzbeutel aufgetragen. Wenn ihr einen glatten Überzug macht, würde ich ein Drittel oben und eines für den Rand nehmen.

Das fertige Werk am besten noch im Kühlschrank kaltstellen, damit die Creme schön fest wird.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Möhre-Nuss-Kuchen

saftig und frisch

Möhre-Nuss-Kuchen

Der schöne Sommer ist langsam vorüber. Es könnte herbstlich werden mit diesem saftigen, aromatischen Möhre-Nuss-Kuchen. Muss es aber nicht unbedingt. Durch die Zitrone hat der Kuchen eine super leckere, frische Note und schmeckt gar nicht nach Herbst ;-). Auf meinen geliebten Zimt habe ich ausnahmsweise auch verzichtet. Könnte man aber durchaus probieren. Muss man aber nicht, das Nuss-Möhre-Zitronen-Aroma ist total rund und perfekt. Mit den knackigen Haselnüssen in dem saftigen Möhrenkuchen erhält der Kuchen eine schöne Konsistenz. Mein Tipp: Lagert den Kuchen im Kühlschrank. Da er – obwohl er mit vergleichsweise wenig Zucker und Fett gebacken wird – nicht mächtig, aber doch recht sättigend ist, hält sich der Kuchen einige Tage. Frisch gekühlt und durchgezogen schmeckt er am zweiten Tag sogar noch etwas besser. Auf eine Frosting habe ich nach dem ersten Probieren verzichtet, da der Möhre-Nuss-Kuchen mit dem Zitronenaroma einfach total rund schmeckt. Für alle super Schleckermäuler kann ich ein ganz einfaches Zuckerguss-Topping mit Zitrone empfehlen (Puderzucker mit etwas Zitronensaft glatt rühren und auf dem Kuchen verstreichen). Allerdings hat der Kuchen bereits ganz von allein eine süße Kruste, die mega lecker schmeckt – just saying.

Dazu passt perfekt ein Tässchen Kaffee. Für mich als Koffeinjunkie ein Muss. Wobei ich nicht  viel Koffein und keinen starken Kaffee brauche, aber Kaffeegeschmack. Gern lasch und verlängert, damit ich umso mehr davon trinken kann, ohne Magenschmerzen zu bekommen. Gern auch mit einer Ladung Zimt. Ich liebe Zimt. Ganzjährig, Sommer wie Winter, immer und überall. In meinen Haferflocken ebenso wie im Kaffee.

An Zutaten für den Möhre-Nuss-Kuchen in der Kastenform braucht ihr:

  • 2 große oder 3 kleine Eier
  • 110 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • Saft einer halben Zitrone
  • 50 g Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 100 g gehackte Haselnüsse (ich hatte nur noch 50 g, das ging auch)
  • 250 g Möhren

So einfach backt ihr den Möhre-Nuss-Kuchen:

Die Möhren putzen oder schälen und mit einer Reibe oder der Küchenmaschine fein reiben.

Die Eier schaumig rühren, Zitronenschalenabrieb sowie den Saft der halben Zitrone gut untermischen. Zucker und Vanillezucker zufügen und rühren bis sich alles gelöst hat. Mehl und Backpulver vermengen und nach und nach untergeben. Zum Schluss Mandeln, Haselnüsse und die geraspelten Möhren unterheben (Tipp: ich verwende dazu das AUSGESCHALTETE Handrührgerät. Mit den Rührstäben ohne Strom kann man so schneebesenmäßig schön unterheben, ohne zusätzlich Geschirr schmutzig zu machen und spart so auch noch Abwasch.)

Die Kastenform gut einfetten und mit Semmelbröseln/Paniermehl ausstreuen. Den Teig in die Form geben und im vorgeheizten Backofen 45-50 Minuten bei 200 Grad auf mittlerer Schiene backen (z. B. Umluft).

Was meint ihr?

 

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