Ein Hauch Brasilien für Ostwestfalen

#ich back’s mir: süßer Kokos-Zuckerkuchen vom Blech

Erst kürzlich haben eine Freundin und ich unser gemeinsames Interesse für Brasilien entdeckt. An der Uni haben wir durch Portugiesischkurse bei Brasilianerinnen nicht nur die Sprache, sondern auch die brasilianische Mentalität und Kultur kennen und lieben gelernt. Dabei musste ich zudem feststellen, dass mein Brasilienurlaub mit acht Jahren schon viel zu lange zurückliegt. Entsprechend war das Fernweh vorprogrammiert und kam mir sofort in den Sinn, als ich auf Clarettis Bloggeraktion zu eben diesem Thema auf Tastesheriff aufmerksam wurde.

Da meine Patentante, mit der ich eigentlich gar nicht verwandt bin und die ich trotzdem immer “tia” nenne, in Salvador da Bahia lebt, genieße ich das Privileg quasi-brasilianischer-Verwandtschaft. Die Fußballfans unter euch können damit sicher etwas anfangen. In dem brasilianischen Bundesstaat Bahia war das Camp der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren. Neben einem der größten Fußballstadien des Landes ist Salvador als drittgrößte Stadt in Brasilien etwa für seinen Karneval und das bezaubernde Altstadtviertel “Pelourinho”, in der der Hafen durch einen Aufzug “elevador” mit der Oberstadt verbunden ist, bekannt. Neben den beeindruckenden, weißen, schier endlosen, Palmen gesäumten Sandstränden, dem klaren, hellblauen, karibisch warmen Wasser und dem leckeren Essen hat mich in erster Linie die Herzlichkeit der Menschen vor Ort beeindruckt. Die Freunde und Bekannten meiner Tia haben meinen Papa und mich sprichwörtlich direkt in ihrer Mitte aufgenommen, mit uns Samba musiziert und eiskalte cerveja genossen. Zu den besten Urlaubserinnerungen zählt ein weiteres ‘Kaltgetränk’: gekühltes Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss schlürfen. Ein Traum der Erfrischung bei den konstant feuchtschwülen 30 Grad sage ich euch. Für einen großen Kokosnuss-Fan wie mich genau das Richtige.

Außerdem lief mir beim Lesen von Claras Rezept für die Himbeer-Kokos-Scones das Wasser im Mund zusammen. Um den akuten dadurch entstandenen Kokos-Jieper zu befriedigen, musste also ganz schnell ein passender Kuchen her. Die Lösung: Tropische Kokosnuss trifft auf traditionellen ostwestfälischen Zuckerkuchen von Oma.

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Den schnellen Kokos-Becherkuchen auf dem Blech könnt ihr in nur zwei Schritten backen. Die Backzeit ist sehr kurz und der Rührteig ist ultra schnell gemacht. Die Zutaten werden einfach rasch mit dem Sahnebecher abgefüllt und nicht lange gewogen oder abgemessen. So bleibt euch mehr Zeit mit der süßen Kokos-Leckerei in Urlaubserinnerungen zu schwelgen oder die nächste Reise zu planen.

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Um ein Blech Kokos-Zuckerkuchen zu backen, braucht ihr Folgendes:

Für den Teig:

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Zucker
  • 3 Eier
  • 2 Becher Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Für den Kokos-Zucker-Belag:

  • 125 g Butter
  • 1 Becher Zucker
  • 3 EL Milch
  • 100 g Kokosraspel (Wer kein Kokos mag, kann alternativ Mandelsplitter verwenden.)

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So fix habt ihr ein Blech Kokos-Zuckerkuchen zubereitet:

Schritt 1: Zutaten für den Rührteig gut vermengen, auf ein gefettetes Backblech streichen.

→ 10 Minuten bei 200 Grad backen.

Schritt 2: 125 g Butter, 1 Becher Zucker und 3 EL Milch in einem Topf erhitzen.

Mischung auf den Kuchen streichen und die Kokosraspel (oder Mandelsplitter) darüber streuen.

→ Weitere 10 Minuten backen. Wenn die Kokosstreusel leicht goldbraun werden, ist euer Kuchen fertig.

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Tipp: Der Kokos-Zuckerkuchen schmeckt auch gekühlt sehr lecker. Allerdings verliert der Kuchen im Kühlschrank etwas von seiner Fluffigkeit und wird ein wenig fester.

Viel Spaß beim Schlickern!