Die kleine Windmuehle

Leckere Rezepte von Oma aus Ostwestfalen.

Monat: Mai 2016

Sahne-Nuss-Torte

Sahne-Nuss-Torte

Einfache und super fluffige

Sahne-Nuss-Torte

Das Schöne an diesen klassischen Kuchen und Torten ist, dass sie wirklich zeitlos sind. Seit meiner Kindheit begleitet mich dieses Rezept. Da ich mich, im Gegensatz zur Nougat-Torte, noch nie daran überessen habe, geht Sahne-Nuss noch immer – und mit den saisonal unabhängigen Zutaten auch das ganze Jahr über.

Für Nuss-Allergiker ist die Sahne-Nuss-Torte offensichtlich nichts und auch Schokoholics werden ihren Suchtstoff hier nicht finden (aber bei der Nougat-Variante – Rezept folgt bald). Dafür kommen bei dem Genuss dieser super fluffigen Torte Menschen mit Fructose-Unverträglichkeit auf ihre Kosten. Wem das Obst dennoch fehlt, der kann die Sahneschicht einfach um etwas frisches Obst aus dem Garten ergänzen. Ein paar in dünne Scheiben geschnittene Erdbeeren, frische Him- oder Heidelbeeren böten sich, je nach Jahreszeit, dafür gut an.

Sahne-Nuss-Torte

Sahne-Nuss-Torte von oben

Für den Biskuit-Boden der Sahne-Nuss-Torte braucht ihr:

  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille Zucker
  • 4-5 Eier (bei kleinen Eiern dürfen es auch 6 sein)
  • 8 EL heißes Wasser
  • 200 g Mehl aus 150 g Mehl und 50 g gemahlenen Haselnüssen
  • ½  Päckchen Backpulver

Und für den Belag:

  • 1 l Sahne
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • Optional: etwas gehackte und ganze Haselnüsse zur Garnitur

Sahne-Nuss-Torte

So einfach geht die Sahne-Nuss-Torte:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst das heiße Wasser esslöffelweise und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend Nuss-Mehl-Mischung unterheben.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad backen (Stäbchenprobe).

Den ausgekühlten Boden in drei gleich dicke Böden aufteilen.

Diese jeweils mit der geschlagenen Sahne bestreichen und den gemahlenen Haselnüssen bestreuen. In dieser Reihenfolge, weil sich die Sahne sonst nicht ordentlich verstreichen lässt.

Die Böden aufeinandersetzen und auch die äußeren Ränder mit der Sahne bestreichen.

Für die Deko zum Beispiel 100g geröstete, gehackte Haselnüsse verwenden und die Torte von allen Seiten damit bestreuen. Nach Lust und Laune mit ganzen Nüssen verzieren.

Lasst es euch schmecken!

Sahne-Nuss-Torte

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark

Außen knusprig, innen zart

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kirschen/Kiwi

Es müssen ja nicht immer Kuchen und Torten sein. Leckere Versuchungen gibt es zuhauf. Die Mohnwaffeln gehören auf jeden Fall dazu und jeder sollte sie mal gekostet haben. Auf den Wunsch eines ganz besonderen Menschen folgt nun ein Rezept, das ausnahmsweise nicht von meiner Oma ist, sondern frech auf mein belgisches Waffeleisen adaptiert. Das Original findet ihr hier. Einen Touch Ostwestfalen möchte ich trotzdem unterbringen, indem ich den Zitronenquark als Beilage ans Herz lege. Obwohl die Waffeln pur schon total lecker sind.

Wer ähnlich viel Spaß am Toppings und Zutaten Mixen und Kombinieren hat, dem stehen über klassisch mit Puderzucker essen einige Türen offen.

Als Topping eignen sich frische Früchte, wie Kiwi*, Kaki, Mango (auch gut als Püree), Birne, rote Beeren. Wenn ihr spontan Lust auf die Waffeln und gerade kein frisches Obst zur Hand habt, schaut mal, was sich im Vorratsschrank findet. In unserem Fall war es ein Glas Schattenmorellen. Wir hatten zwar noch Nüsse auf dem Tisch stehen, allerdings waren die Waffeln – die pur schon ein Traum sind – mit Quark, Obst und etwas Schoki schon so lecker und reichlich, dass wir es dabei belassen haben.

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kirschen

Die folgenden Zutaten ergeben etwa 12 Mohnwaffeln:

  • 125 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • ½-1 Päkchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 3 Eier
  • 200 g Mehl
  • 3 Msp. Backpulver
  • 100 ml Milch
  • 100 ml Mineralwasser (sprudelig, für knusprige Waffeln)
  • 250 g Mohn-Back

Zubereitung Waffelteig:

Butter, Zucker, 1 Prise Salz und Zitronenschale schaumig rühren. Die Eier einzeln einrühren. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Milch-Mineralwasser-Mix unterrühren. Mohn-Back unterziehen.

Anschließend im Waffeleisen ausbacken und auf einem Rost abkühlen lassen.

Den Zitronenquark aus folgenden Zutaten anrühren:

  • 125 g Magerquark
  • Saft einer halben Zitrone
  • 3-5 EL Zucker (nach Geschmack)
  • Schokostreusel nach Geschmack

Zutaten gut miteinander verrühren. Zucker und Zitronensaft nach Geschmack hinzugeben.

Für intensiveren Zitrusgeschmack etwas Zitronenabrieb hinzufügen. Schokoholics können hier die Möglichkeit nutzen, Schokoraspeln unterzurühren.

Mit dem Obst servieren – bon apetit!

Mohn-Waffeln mit Zitronenquark und Kiwi

*Anmerkung: Quark mit den Kiwis nur frisch essen und nicht stehen lassen! Sonst schmeckt es nicht mehr, denn Kiwis reagieren mit Milchprodukten und bilden einen Bitterstoff. Also nur, wenn man die Kiwis direkt genießt, schmeckt es.

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz

klassisch, cremig und süß

Frankfurter Kranz ostwestfälisch

Offenkundig stammt dieser Klassiker des deutschen Konditorhandwerks nicht aus Ostwestfalen. Die Buttercreme-Biskuit-Torte ist dennoch standardmäßig auf der Kaffeetafel unserer Familie zu finden und noch dazu einer der Lieblingskuchen von meiner Mama. Schon allein deshalb wollte ich ihn mir so gerne von meiner Oma zeigen lassen. Den ostwestfälischen Touch erhält der Frankfurter Kranz durch die Marmeladenschicht in der Füllung. Am liebsten natürlich mit Omas hausgemachter Erdbeermarmelade. Theoretisch bietet sich hier natürlich eine gute Möglichkeit, eure Kreativität auszuleben und die Torte ganz nach individuellem Belieben anzupassen. Allein die Fülle an verschiedenen Marmeladen- oder Geleesorten bietet ja schon Vielfalt. Aber wie wäre es mal, ganz was Neues auszutesten: Schokoladensoße oder Erdnusscreme?

Frankfurter Kranz von Innen

cremiger Frankfurter Kranz

Zutaten für den Frankfurter Kranz:

Biskuitteig:

  • 4-5 Eier (bei kleinen 6)
  • 200 g Mehl (einschließlich etwas Puddingpulver Vanille oder Kartoffelmehl)
  • 150 g Zucker (wenn ihr kein Puddingpulver Vanille nehmt, dann kommt hier 1 Pck. Vanille Zucker hinzu)
  • 8 EL heißes Wasser

Belag:

  • 1 l Vanillepudding (mit 2 Päckchen Puddingpulver Vanille und 1 l Milch)
  • 225 g (≙1/2 Pfund) Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Glas Erdbeermarmelade

Deko:

  • 100 g gehackte Mandeln oder fertiges Haselnusskrokant

Den Biskuitboden für den Frankfurter Kranz macht ihr so:

Springform vorbereiten: Am besten den Boden mit Backpapier auslegen (oder den Boden fetten, aber NICHT den Rand, sonst geht der Teig nicht auf), Springform schließen, Papierreste abschneiden.

Für den Biskuitteig die Eigelbe vom Eiweiß trennen und jeweils einzeln bereitstellen.

Die drei Eiweiß schaumig schlagen. Zucker in den Eischnee reinrieseln lassen.

Erst die 8 EL Wasser und dann die Eigelbe jeweils eine Minute unterrühren. Anschließend die Mehl-Mischung unterheben. Einen Teil des Mehls kann man durch ein bisschen Kartoffelmehl bzw. Puddingpulver ersetzen (etwa im Verhältnis 90% Weizen- und 10% Ersatzmehl), die Gesamtmenge sollte 200 g nicht überschreiten.

Den Teig in einer Springform für 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft) backen.

Für den Belag des Frankfurter Kranz macht ihr eine Buttercreme:

Einen Liter Vanille Pudding kochen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Damit sich keine Haut bildet, könnt ihr den Pudding zum Beispiel mit Frischhaltefolie abdecken. Für die Weiterverarbeitung ist es immens wichtig, dass der Pudding die gleiche Temperatur hat wie die Butter, sonst gerinnt diese.

Die Butter mit 3 EL Zucker schaumig rühren und dem auf Zimmertemperatur abgekühlten Pudding esslöffelweise unterheben.

Den Kranz zwei mal durchschneiden, sodass man etwa drei gleich große Böden erhält.

Auf jeden Boden zunächst dünn Marmelade und darauf dann die Buttercreme streichen.

Anschließend die Böden wieder aufeinanderstapeln und von außen mit der Creme bestreichen.

Für die Deko zum Beispiel 100 g gehackte Mandeln in einer Pfanne golden rösten. Alternativ kann man auch fertiges Haselnusskrokant verwenden. Die Deko-Nüsse nun von allen Seiten gegen den Kranz werfen. Das braucht ein, zwei Durchgänge bis überall eine gleichmäßige Schicht aus gerösteten Nüssen an der Creme klebt.

Guten Appetit!

PS: Falls sich jemand traut, auch mal was anderes als Marmelade zu testen, gebt mir unbedingt Bescheid.

Frankfurter Kranz von Oma

Frankfurter Kranz von oben

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